Stadt Bonn | UNRISD nimmt Arbeit auf dem UN Campus Bonn auf

Als 22. Organisation der Vereinten Nationen hat Anfang des Jahres 2020 das Büro des United Nations Research Institute for Social Development (UNRISD) seine Arbeit am UN Campus Bonn aufgenommen. Die Stadt Bonn, das Auswärtige Amt und UNRISD selbst haben das neue Mitglied der Bonner UN-Familie und seine Arbeit am Donnerstag, 6. Februar 2020, im Alten Rathaus vorgestellt.

UNRISD ist ein autonomes Forschungsinstitut im UN-System, das seit 1963 interdisziplinäre Forschung und Politikanalyse zu den sozialen Dimensionen aktueller Entwicklungsfragen betreibt. Das Institut arbeitet mit einem globalen Netzwerk von Forscherinnen und Forschern, zivilgesellschaftlichen Akteuren und politischen Entscheidungsträgern in Industrie- und Entwicklungsländern zusammen, mit dem Ziel, soziale Gerechtigkeit, Inklusion und Chancengleichheit in den Mittelpunkt des entwicklungspolitischen Denkens, der Politik und der Praxis zu stellen.

Oberbürgermeister Ashok Sridharan begrüßte die UNRISD-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter offiziell in der Bundesstadt: „Ich heiße UNRISD als jüngstes Mitglied der Bonner UN-Familie herzlich am Rhein willkommen. Ich freue mich, an Gesprächen und Begegnungen, die wir im vergangenen Jahr mit UNRISD in Genf geführt haben, anknüpfen zu können, und danke auch dem Auswärtigen Amt für dessen Unterstützung.  Ich bin sicher, dass UNRISD mit seinem Profil, gerade im Bereich Nachhaltigkeit, Klima und Agenda 2030, hier vielfältige Kooperationsmöglichkeiten findet, sowohl innerhalb als auch außerhalb des UN Campus.“ Neben einer Reihe von wissenschaftlichen Institutionen, wie die Universität Bonn sowie andere in der Bonner Allianz für Nachhaltigkeitsforschung zusammengeschlossene Institutionen nannte Sridharan auch die mehr als 150 nationalen und internationalen Nichtregierungsorganisationen mit Sitz in Bonn als mögliche Partner für Austausch und gemeinsame Projekte.

Botschafterin Jutta Schmitz, Leiterin des Verbindungsbüros des Auswärtigen Amts zum UN Campus Bonn, verwies auf die zu erwartenden Synergien aufgrund der Kooperationsmöglichkeiten mit den bereits in Bonn ansässigen UN-Organisationen: „Mit Erfahrung und Fokus wird UNRISD als geschätztes neues Mitglied der UN-Familie in Bonn die Arbeit auf dem Campus bereichern, die sich auf drei prioritäre Bereiche konzentriert: erstens Nachhaltigkeit, Klima, Umwelt, zweitens Wissenschaft und Innovation, drittens Personalmanagement und Aus-/Fortbildung.“

UNRISD: Beitrag zur Umsetzung der SDGs

UNRISD-Direktor Paul Ladd sagte: „Zu Beginn der Aktionsdekade zu den Nachhaltigen Entwicklungszielen schließt UNRISD sich sehr gerne dem in Bonn entstandenen Kraftfeld für Nachhaltigkeit an. Wir freuen uns auf die künftige Zusammenarbeit mit den Organisationen in der Stadt, die sich für eine nachhaltige Entwicklung einsetzen. Bei UNRISD konzentrieren wir uns auf die sozialen Dimensionen der nachhaltigen Entwicklung. Damit stehen für uns die Menschen im Zentrum von Forschung, Politik und Handeln für eine transformative Veränderung unserer Gesellschaften.“

UNRISD analysiert die wirtschaftlichen, sozialen, ökologischen und politischen Dimensionen von Entwicklung. Dank ihres weltweiten Netzwerks bringt die UN-Organisation unterrepräsentierte Standpunkte, primär aus Ländern des globalen Südens, in internationale Debatten ein. UNRISD-Forschung und Politikanalyse leisten einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung mit ihren 17 nachhaltigen Entwicklungszielen (Sustainable Development Goals, SDGs). Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler forschen dabei vor allem in den drei Arbeitsfeldern soziale Dimensionen der nachhaltigen Entwicklung, Sozialpolitik und Gender.

Die Leitung des Bonner Büros wird Isabell Kempf übernehmen, die bislang Kodirektorin der in Nairobi angesiedelten Poverty-Environment Action for SDGs war. Ihrer Zeit in Bonn und den neuen Aufgaben und Kooperationsmöglichkeiten sieht sie mit Freude entgegen. Kontakt und weitere Informationen: isabell.kempf@un.org, www.unrisd.org.

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Quelle: Bundesstadt Bonn, 06.02.2020