Jahrespartnerschaft: FEMNET e.V.

Entstehungsgeschichte des Vereins

Der Verein wurde 2007 als „mitgedacht – feministische Perspektiven auf Politik, Wirtschaft und Gesellschaft“ gegründet und 2010 in FEMNET e.V. umbenannt. Seitdem stehen insbesondere Menschen- und Frauenrechte in der weltweiten Textilindustrie im Fokus. Vor allem in der Bekleidungsindustrie des globalen Südens, wo ein Großteil der westlichen Kleider genäht wird, sind die Beschäftigten überwiegend weiblich – und den dort herrschenden autoritären Produktionssystemen oft hilflos ausgeliefert. Mädchen werden so erzogen, dass sie bedingungslos gehorchen und deshalb seltener gegen Missbrauch aufbegehren.

Wesentliche Ziele und Aufgaben des Vereins

Als gemeinnütziger Verein setzt sich FEMNET e.V. dafür ein, dass alle Frauen rund um den Globus selbstbestimmt und gleichberechtigt leben können – im Norden wie im Süden. Um dieses Ziel zu erreichen, leisten wir umfassende Bildungs- und Aufklärungsarbeit. So richtet sich etwa unser Projekt „FairSchnitt“ an Lehrende und Studierende modebezogener Studiengänge – und möchte insbesondere die Entscheider_innen von morgen für eine sozialgerechte und ökologische Produktion sensibilisieren. Unsere Aktionen, die Mitarbeit bei der Kampagne für Saubere Kleidung – der deutschen Clean Clothes Campaign (CCC) –, die Teilhabe am politischen Dialog und unsere Aufklärungsarbeit für Verbraucher_innen zielen darauf ab, Strukturen für eine nachhaltige Produktion zu fördern – von den Spinnereien und Webereien über die Konfektion bis hin zum Verkauf. Dabei leiten wir auch zum bürgerschaftlichen Engagement an, indem wir Aktionen und Veranstaltungen vor Ort organisieren.

In den Produktionsländern unterstützen wir Partnerorganisationen, die Frauen über ihre Rechte aufklären, ihnen Rechtsbeistand geben oder ihnen ermöglichen, sich weiterzubilden und gewerkschaftlich zu organisieren. Wir wollen nicht nur Missstände anprangern, sondern Frauen darin unterstützen, ihre Rechte einzufordern. Gleichgültig ob beim deutschen Discounter an der Kasse oder in einer bengalischen Textilfabrik – auf beiden Seiten der Erdhalbkugel arbeiten Frauen unter unwürdigen Bedingungen: Sie leisten unbezahlte Überstunden, haben große Probleme, sich gewerkschaftlich zu organisieren, oder sind Opfer sexistischer Parolen.

Wir möchten:

  • Entscheider_innen aus Wirtschaft, Politik und Wissenschaft motivieren, rechtlich verbindliche Strukturen für eine sozialverträgliche Arbeitswelt zu schaffen
  • durch stetige Informations- und Bildungsangebote eine starke Zivilgesellschaft entwickeln und diese motivieren, sich aktiv für eine gerechte Welt einzusetzen
  • die breite Öffentlichkeit informieren, für die Probleme des globalen Handels sensibilisieren und zum bewussten Konsum anregen

Unsere Projekte & Initiativen:

Website: www.femnet-ev.de