Uni Bonn | „Green Office“ der Universität Bonn eröffnet Hochschulweite Kontakt- und Ideenbörse rund um Nachhaltigkeit

Die Universität Bonn erhält ein „Green Office“ als zentrale Anlaufstelle für das Thema Nachhaltigkeit und zur Förderung des Austauschs zwischen den Studierenden, den Lehrenden und den weiteren Beschäftigten der Universität. Jetzt fand die Eröffnung des neuen Büros statt.

Das Green Office ist das neue studentische Nachhaltigkeitsbüro der Universität Bonn. „Wir informieren und vernetzen alle Universitätsmitglieder und unterstützen sie bei ihrem Engagement für mehr Nachhaltigkeit“, sagt David Schwarz, der eine von drei Studentischen Hilfskräften im Green Office ist. Gemeinsam mit der Biologie-Studentin Liza Nemes und der Jura-Studentin Sarah Marenbach arbeitet er eng mit dem Prorektorat für Nachhaltigkeit und der Stabsstelle Nachhaltigkeit der Universität zusammen. Bei letzterer ist das Green Office auch formal angegliedert. „Beim Klimaschutz, Artenvielfalt, Kreislaufwirtschaft und vielem mehr steht die Universität vor großen Herausforderungen, die wir nur gemeinschaftlich bewältigen können“, ist der Geographie-Student überzeugt.

Das Green Office mit Sitz in der Genscherallee 2 wird künftig durch Veranstaltungen das Modell von Nachhaltigkeits-AGs in die Universität tragen, in denen Studierende, Mitarbeitende und Lehrende gemeinsam an der Nachhaltigen Entwicklung ihres jeweiligen Bereichs arbeiten. Erste erfolgreiche Beispiele für dieses Konzept gibt es derzeit bereits in Form der Steuerungsgruppe Fairtrade University Bonn oder des Biocamp-Projektes, in dem Studierende und Dozierende gemeinsam eine nachhaltigere Bewirtschaftung der universitären Grünflächen vorantreiben. Das Green Office wird außerdem den Austausch zwischen den aktiven Bereichen fördern, etwa durch einen regelmäßig aktualisierten „Nachhaltigkeitsreader“, der umfangreich zum Thema Nachhaltige Entwicklung an der Universität Bonn, zu Zielen, Maßnahmen und Projekten informiert. Erstmals soll es 2022 auch eine universitätsweite Nachhaltigkeitskonferenz geben, die danach im besten Fall jährlich stattfindet.

Die Eröffnung des Green Office fand im Rektorat und unter hochkarätiger Begleitung statt: Rektor Prof. Dr. Dr. h.c. Michael Hoch und die Prorektorin für Nachhaltigkeit, Prof. Dr. Annette Scheersoi, sprachen Grußworte. Der Rektor sagte: „Nachhaltige Entwicklung ist eine der zentralen globalen Herausforderungen. Als Universität am Standort in der deutschen Stadt der Vereinten Nationen wollen wir selbst Treiber dieses Transformationsprozesses sein. Nach der erfolgreichen Etablierung des Prorektorats für Nachhaltigkeit und der dazugehörigen Stabsstelle machen wir mit der Eröffnung des Green Office als Teil unserer Nachhaltigkeitsstrategie einen weiteren wichtigen Schritt hin zu einer nachhaltigen Universität.“ Prof. Scheersoi, die Prorektorin für Nachhaltigkeit der Universität Bonn, fügte hinzu: „Ich freue mich, dass das Nachhaltigkeitsengagement unserer Studierenden durch die Einrichtung des Green Office an unserer Universität nun substanziell und dauerhaft unterstützt wird.“

Für das Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes NRW übermittelte Katharina Burusig vom Referat Haushalts- und Querschnittsaufgaben, Ernährungspolitik und nachhaltiger Konsum Grüße. Seitens der Studierendenschaft sprach die ehemalige AStA-Vorsitzende Rebekka Atakan, die den Entstehungsprozess des Green Offices von Anfang an begleitet hatte.

Aktion zum Thema Lebensmittelrettung

Zum Ausklang der Eröffnung wurde es dann noch einmal ganz konkret: Alle Teilnehmenden gingen hinaus auf die Poppelsdorfer Allee, um eine laufende Aktion zum Thema Lebensmittelrettung zu besuchen. Dort gab es an einem Foodtruck des Studierendenwerks leckere Bowls, buntes Grillgemüse und Bruschetta aus gerettetem Brot, das von Foodsharing Bonn bereitgestellt wurde. Das Green Office war mit einem Stand über nachhaltige Projekte, Ideen und Visionen vertreten. Am Stand der Verbraucherzentrale konnten Besuchende ihr Wissen rund um die Lagerung von Lebensmitteln testen. Außerdem zeigte ein Studierendenprojekt, wie man den Kaffeesatz des Studierendenwerkes nachhaltig weiterverwenden kann. Die Aktion fand in der bundesweiten Aktionswoche „Deutschland rettet Lebensmittel“ und im Rahmen des Projekts NEiS (Nachhaltige Ernährung im Studienalltag) statt, das von der Verbraucherzentrale NRW initiiert wurde und bei dem die Universität und das Studierendenwerk Bonn mitwirken.

„Wir freuen uns sehr, dass wir im Rahmen der Kooperation mit der Universität Bonn jetzt auch mit dem Green Office eng zusammenarbeiten können. Zum Start ist es uns gelungen, diese tolle Aktion umzusetzen, bei der Erstsemester sich über nachhaltige Ernährung informieren und sie auch gleich ausprobieren können.“ – Bernhard Burdick, Gruppenleiter Lebensmittel und Ernährung in der Verbraucherzentrale NRW e.V.

Weitere Stimmen zur Eröffnung der Eröffnung des Green Office:

„Ich gratuliere ganz herzlich zur Eröffnung des Green Office. Das ist ein großer und richtiger Schritt, um Zukunftsthemen wie Klima- und Umweltschutz, Ressourcenschutz und Nachhaltigkeit im studentischen und universitären Alltag zu etablieren. Die Universität Bonn gehört damit zu den Vorreitern in Nordrhein-Westfalen.“ – Katharina Burusig, Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes NRW, Referat VI-1 Haushalts- und Querschnittsaufgaben, Ernährungspolitik und nachhaltiger Konsum

„Die Universität hat die zentrale Bedeutung des Themas Nachhaltigkeit erkannt. Ich hoffe, dass die Etablierung des Green Offices einen Mehrwert für den Weg in Richtung einer klimaneutralen Universität bietet.“ – Rebekka Atakan, ehemalige AStA-Vorsitzende und Mitinitiatorin des Green-Office-Projekts

Weitere Informationen zum Green Office der Universität Bonn

Quelle: Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn, 06.10.2021