GIZ | Für Togo in Tokio: Sport bringt Menschen zusammen

    Jacqueline Kabissa tritt bei den Paralympischen Spielen im Kugelstoßen an. Ein Sportprojekt für Menschen mit Behinderungen hat sie auf dem Weg dorthin unterstützt.

    Nach Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) leben in Togo rund 700.000 Menschen mit Behinderungen. Eine von ihnen ist Jacqueline Kabissa. Die 31-Jährige trägt seit einem Unfall vor acht Jahren eine Prothese am Bein. Nichtsdestotrotz arbeitet sie als Näherin und führt einen Haushalt mit vier Kindern. Doch damit nicht genug: Jacqueline Kabissa tritt für Togo bei den Paralympischen Spielen in Tokio im Kugelstoßen an. Damit erfüllt sie sich einen großen Traum: „Ich bin sehr stolz darauf, wie ich für dieses Ziel gekämpft habe. Es war nicht einfach, die Zeit zu finden zu trainieren. Dennoch habe ich es geschafft, mich für die Spiele zu qualifizieren.“

    Inklusion durch professionelles Training

    Unterstützt wurde sie auf ihrem Weg dorthin durch das Projekt „Sport ohne Hindernisse“ der togolesischen Vereinigung für Menschen mit Behinderungen. Das Projekt macht Sportangebote für Menschen mit Behinderungen. Denn zu oft sind sie noch davon ausgeschlossen. Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH fördert „Sport ohne Hindernisse“ im Auftrag des Bundesentwicklungsministeriums (BMZ).

    Jacqueline Kabissa und 25 weitere Sportler*innen mit Behinderungen können an einem Sportzentrum in der Hauptstadt Lomé mit professioneller Planung und Betreuung trainieren. Geführt wird das Zentrum von Nana Blakimé, die selbst als Siebenkämpferin an den Olympischen Spielen teilgenommen hat. Sie trainiert nun auch Jacqueline Kabissa und freut sich über den gemeinsamen Erfolg: „Wir sind froh, dass Jacqueline an den Paralympischen Spielen teilnehmen kann. Das ist gut für das Projekt und eröffnet uns vielleicht noch weitere Möglichkeiten.“

    Sportler*innen mit Behinderungen wie Jacqueline Kabissa sind nicht nur Athlet*innen, sondern auch Vorbilder. Sie senden ein wichtiges Signal. Dabei geht es nicht nur um ihr sportliches Potenzial, sondern auch um ihren Platz in der Gesellschaft.

    Für den Wettkampf hat sich Jacqueline Kabissa viel vorgenommen: „Ich will die Goldmedaille gewinnen. Dafür schlafe ich wenig und trainiere hart.“ Für ihre Trainerin Nana Blakimé steht die persönliche Erfahrung im Vordergrund: „Egal, ob Jacqueline eine Medaille gewinnt: Wir hoffen, dass sie interessante Erfahrungen macht, die Kultur erlebt und motiviert zurückkommt.

    Weitere Informationen

    Quelle: Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ), 02.09.2021