Stadt Bonn: OB Sridharan zum Ersten Vizepräsidenten von ICLEI gewählt

Oberbürgermeister Ashok Sridharan ist am Dienstag, 18. Oktober, in Quito zum Ersten Vizepräsidenten des internationalen Städtenetzwerks für Nachhaltigkeit ICLEI gewählt worden. In der ecuadorianischen Hauptstadt nahm der OB außerdem auf Einladung von Bundesentwicklungsminister Dr. Gerd Müller an der dritten Weltkonferenz für Siedlungs- und Stadtentwicklung (Habitat III) teil.

Das internationale Städtenetzwerk ICLEI – Städte für Nachhaltigkeit mit Sitz in Bonn ist ein weltweiter Verband von Kommunen, Gemeinden und Landkreisen, die sich in besonderer Weise der nachhaltigen Entwicklung verschrieben haben. Sridharan gehört dem ICLEI-Vorstand bereits seit Dezember 2015 an. Nun tritt er als Erster Vizepräsident die Nachfolge des aus dem Amt geschiedenen Bürgermeisters von Durban (Südafrika), James Nxumalo, für die laufende Amtsperiode bis 2018 an.

Über sein bisheriges Engagement für das Klimaregister carbonn und die Vertretung von ICLEI bei den Bonner Klimaverhandlungen 2015 und gegenüber dem Klimasekretariat der Vereinten Nationen mit Sitz in Bonn hinaus wird sich Sridharan verstärkt auch in die Debatte um die Nachhaltigen Entwicklungsziele (SDG) einbringen. Denn in Bonn arbeiten die Vereinten Nationen seit zwei Dekaden erfolgreich für Nachhaltigkeit. Mit der Ansiedlung einer Einheit des Mitarbeitercolleges der Vereinten Nationen und der bevorstehenden Ansiedlung der Globalen Aktionskampagne für die SDGs ist klar, dass wesentliche Impulse für die Umsetzung der 17 Ziele aus Bonn kommen werden.

Nach seiner Wahl sagte der Bonner OB: ” Das Motto der Vereinten Nationen in Bonn – Nachhaltigkeit gestalten – betrifft Städte unmittelbar. Es geht dabei um die Herausforderungen und Potenziale der Urbanisierung. Städte nutzen dabei all ihr innovatives Potenzial, um Nachhaltigkeit, Sicherheit und Lebensqualität zu steigern – vor Ort und weltweit.” Partnerschaften und Netzwerke wie ICLEI ermöglichten ihnen den Austausch untereinander, Kooperationen und das gemeinschaftliche Eintreten für gemeinsame Ziele der Städte, so Sridharan weiter. “Städte sind Zukunftsgestalter! In meinem neuen Amt als Erster Vizepräsident von ICLEI werde ich mich deshalb aktiv in die kommenden Strukturdiskussionen mit den Vereinten Nationen einbringen. Ich werde mich einsetzen für wirksame politische Verpflichtungen, klare Strategien, finanzielle Ausstattung und starke Partnerschaften für die Umsetzung des Entwicklungsziels 11 für nachhaltige Städte und Gemeinden.”

Die Habitat-III-Konferenz setzt Handlungsrahmen für Stadtentwicklungspolitik der Zukunft In Quito hat der Bonner Oberbürgermeister auf Einladung von Bundesentwicklungsminister Dr. Gerd Müller an der dritten Weltkonferenz für Siedlungs- und Stadtentwicklung teilgenommen. Sie wird vom Siedlungsprogramm der Vereinten Nationen, UN Habitat, alle 20 Jahre ausgerichtet.

Ein Jahr nach der Verabschiedung der 2030-Agenda für nachhaltige Entwicklung durch die Vereinten Nationen soll die Habitat-III-Konferenz eine globale Agenda der Siedlungsentwicklung für die nächsten 20 Jahre verabschieden. Diese neue urbane Agenda setzt einen Handlungsrahmen für die Stadtentwicklungspolitik der Zukunft. Dabei wird es insbesondere auch darum gehen, die globalen Entwicklungs- und Klimaziele in den Städten weltweit umzusetzen.

Auf Einladung von UN Habitat selbst, der Internationalen Agentur für Erneuerbare Energien – deren Innovations- und Technologiezentrum in Bonn beheimatet ist – und der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) wirkte OB Sridharan an Diskussionsrunden zu verschiedenen Aspekten der neuen Agenda mit. Unter anderem nahm er Stellung zu nationaler Städtepolitik sowie zur Rolle von Wirtschaft und Medien als Partner nachhaltiger Stadtentwicklung. Außerdem äußerte er sich zu erneuerbaren Energien in Bonn und als Handlungsschwerpunkt der ICLEI-Agenden sowie zur Umsetzung und Evaluierung der Agenda.

In seiner neuen Rolle als ICLEI-Vizepräsident kündigte OB Sridharan ein Arbeitsprogramm für die nächsten 15 Jahre an, das die Erfahrungen von 1500 Mitgliedern und zehn thematischen Agenden in die weltweite Umsetzung der neuen urbanen Agenda einbringen werde. “Habitat III und die neue urbane Agenda sind ein Startpunkt für Veränderung”, sagte Sridharan. Diese Veränderung müsse strategisch mit den Prozessen zur Umsetzung und zur Evaluierung der SDGs sinnvoll verknüpft sein, so der OB weiter. “Und wo ist ein besserer Ort dafür als in Bonn, dem Ort, an dem so viele Fäden der Nachhaltigkeit zusammenlaufen?”

Quelle: Pressemitteilung Stadt Bonn, 19.10.2016