Bonner General-Anzeiger: Was eine gut regierte Stadt ausmacht

Die „nachhaltige Stadt“ als solche gibt es nicht, da waren sich die Experten einig, die am Donnerstagabend zur Podiumsdiskussion der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) gekommen waren.

Nachhaltig könne nur das sein, „was wir permanent daraus machen“, sagte die Geografin und Stadtforscherin an der Bonner Uni, Sybille Bauriedl, im neuen Mäanderbau an der Friedrich-Ebert-Allee. Dafür brauche es bürgerschaftliches Engagement und eine gute Stadtregierung mit Mut zum Risiko.

Unter dem Titel „Macht Stadtluft frei? Städte als Katalysatoren des Wandels“ diskutierte sie mit Günter Meinert, GIZ-Projektleiter für kommunale Stadtentwicklung, und dem Bonner Planungsdezernenten Helmut Wiesner. Die Veranstaltung in der Reihe „Bonn und die Welt“, die die GIZ zusammen mit dem General-Anzeiger anbietet, wurde von Redakteur Andreas Baumann moderiert, der nachhakte: Was macht eine gut regierte Stadt aus? „Das ist eine Regierung, die mit Bürgern in den Dialog tritt und trotzdem in der Lage ist, richtige Entscheidungen zu treffen“, sagte Meinert. Dazu müsse die Stadt Wertschätzung signalisieren und die Bürgerschaft die Autorität der Stadtregierung anerkennen. Bonn sei da auf gutem Wege, meinte Stadtbaurat Wiesner. Als Beispiel für konstruktive Zusammenarbeit mit der Bevölkerung nannte er die Diskussion um eine mögliche Venusbergseilbahn.

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Autor: Stefan Knopp, 01.10.2016