GIZ: Kaffee in Costa Rica wird klimafreundlich

Costa Rica will klimafreundlicher werden – auch im Kaffeeanbau. Die GIZ unterstützt dies durch Schulungen und Finanzierungsmaßnahmen.

Costa Rica ist weltweit bekannt für seinen qualitativ hochwertigen Kaffee. Anbau und Weiterverarbeitung bringen jedoch Umweltbelastungen mit sich: Der Kaffeesektor ist für ein Viertel der Treibhausgasemissionen in der Landwirtschaft und neun Prozent der insgesamt im Land ausgestoßenen Treibhausgase verantwortlich.

Um den Kaffeeanbau in Costa Rica klimafreundlicher und somit nachhaltiger zu machen, unterstützt die GIZ im Auftrag der NAMA Facility das Land dabei, durch Beratung, Investitionsfinanzierung und Technologietransfer seine Klimaziele zu verwirklichen. Mit dem NAMA Support Project sollen 6.000 costa-ricanische Kaffeebauern und Angestellte in rund 50 Kaffeeverarbeitungsanlagen dabei unterstützt werden, klimafreundliche Anbau- und Verarbeitungsmethoden einzuführen und anzuwenden. Sie werden beispielsweise zum Umgang mit Düngemitteln und der Nutzung von schützenden Schattenbäumen beraten und bei der Erschließung internationaler Märkte für klimafreundlichen Kaffee unterstützt. Auch die Förderung von effizienten Technologien einschließlich deren Finanzierung spielt eine wichtige Rolle.

Obwohl das Projekt erst seit Januar 2016 läuft, zeigt es schon jetzt Wirkung: In den ersten acht Monaten seit Beginn des Projekts wurden 480 Personen in 40 Kaffee verarbeitenden Betrieben zu klimafreundlichen Produktions- und Anbaumaßnahmen geschult. Zwei der Betriebe bieten bereits klimafreundlichen Kaffee an. Zudem wurden bereits langfristige Verträge für qualitativ hochwertigen Kaffee zu stabilen Preisen mit Japan und Südkorea abgeschlossen.

Quelle: Meldung GIZ, 09.09.2016