VENRO: Positionspapier – Transparenzkultur im gemeinnützigen Sektor

VENRO fordert eine gelebte Transparenzkultur Gemeinnützige Organisationen erhalten in Deutschland Steuervorteile und können staatliche Zuwendungen be antragen. Einerseits dem Staat, aber auch der allgemeinen Öffentlichkeit gegenüber sind gemeinnützige Organisationen deshalb rechenschaftspflichtig. Einen wichtigen Beitrag hierzu leistet eine gelebte Transparenzkultur. Das heißt, dass gemeinnützige Organisationen wichtige Informationen wie die Herkunft ihrer Mittel und ihre Verwendung sowie ihren Organisationsaufbau öffentlich machen, indem sie diese in Form eines Jahresberichts oder auf ihrer Website darstellen.

Gemeinnützige Organisationen sind aber keine homogene Gruppe. 2014 hat das Bündnis für Gemeinnützigkeit eine Transparenzstudie veröffentlicht, die zeigt, dass gemeinnützige Organisationen – je nach Rechtsform und je nach Tätigkeitsbereich – bereits verschiedenste Kontrollen und Rechenschaftspflichten erfüllen müssen. In der Studie wird hierfür der Begriff der »Multiple Accounta bilities Disorder« (MAD) eingeführt. Die Autoren ziehen das Fazit, dass »in den vergangenen Jahren im Zuge der Diskussion um eine Verbesserung der Transparenz und der Corporate Governance in gemeinnützigen Organisationen unterschiedliche Instrumente, Aufsichtsmittel, Kodizes, Transparenzgrundsätze, Internetportale und Ratingorgani sationen entstanden sind, die zu einem gewissen Wildwuchs an Vorgehensweisen geführt haben und die Organisationen mit Berichtspflichten zum Teil mehrfach belasten.«

Mit dem vorliegenden Papier positioniert sich VENRO zu den Ergebnissen der Transparenzstudie des Bündnisses für Gemeinnützigkeit. Zugleich richtet der Verband die Forderung an die Politik und an die eigenen Mitglieder, sich verstärkt – aber mit Augenmaß – für mehr Transparenz bei gemeinnützigen Organisationen einzu­ setzen.


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Quelle: Newsletter VENRO, 29.06.2016