Stadt Bonn und ICLEI: “Resilient Cities”-Konferenz

Zum siebten Mal veranstaltet das weltweite Städtenetzwerk für Nachhaltigkeit ICLEI – Local Governments for Sustainability mit Unterstützung der Stadt Bonn die “Resilient Cities”-Konferenz. Sie findet von Mittwoch bis Freitag, 6. bis 8. Juli, im Gustav-Stresemann-Institut statt. Erwartet werden rund 400 Teilnehmer aus mehr als 40 Ländern, darunter Experten der Vereinten Nationen, Führungskräfte der kommunalen Ebene, Stadtplaner, Vertreter von Nichtregierungsorganisationen (NGOs) und Repräsentanten der Finanzwirtschaft.

Die Konferenzreihe “Resilient Cities” ist seit 2010 die globale Dialogplattform für Städte, Wissenschaft und Wirtschaft zu Fragen der Klimaanpassung und nachhaltigen Transformation in Bonn. Gastgeber der von dem Städtenetzwerk für Nachhaltigkeit ICLEI – Local Governments for Sustainability jährlich veranstalteten Konferenz ist Oberbürgermeister Ashok Sridharan.

Seit 2010 ist das Weltsekretariat von ICLEI in Bonn ansässig. Der Bonner Oberbürgermeister gehört seit Dezember 2015 dem ICLEI-Vorstand an. Während der Konferenz wird Sridharan insbesondere den Austausch mit seinen Amtskollegen zu den nachhaltigen Entwicklungszielen der Vereinten Nationen (Sustainable Development Goals – SDGs) suchen, deren globale Aktionskampagne im September nach Bonn ziehen wird.

Agenda 2030 und Pariser Klimaabkommen werden diskutiert Zu den bislang bei “Resilient Cities” behandelten Themen Klimaanpassung, Resilienz und Finanzierung kommen weitere Aspekte hinzu, die aus der Verabschiedung der Agenda 2030 und des Pariser Klimaabkommens im vergangenen Herbst resultieren: So wird es erstmals um den lokalen Fortschritt in der Umsetzung der Agenda 2030 und des nachhaltigen Entwicklungsziels 11 (“Nachhaltige Städte und Gemeinden”) gehen. Beleuchtet werden auch die Ergebnisse des Klimagipfels von Paris. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Entwicklung von Positionen für die Habitat-III-Konferenz der Vereinten Nationen zu Wohnraum und nachhaltiger Stadtentwicklung im Oktober in der ecuadorianischen Hauptstadt Quito.

Oberbürgermeister Sridharan erläutert: “In Bonn gestalten die Vereinten Nationen Nachhaltigkeit und führen die großen globalen Themen zusammen.

Die Konferenzreihe ‘Resilient Cities’ hat sich seit 2010 als die Plattform für Städte und Klimaanpassung etabliert. Hier kommen Städte, Wissenschaft, UNO und Nichtregierungsorganisationen zusammen, um über die Städte der Zukunft zu diskutieren. Das elfte der 17 nachhaltigen Entwicklungsziele beschreibt diese Stadt der Zukunft als sicher, inklusiv, resilient und nachhaltig. Damit wir dahin kommen, brauchen wir die geeigneten Strukturen, gute Ideen, Erfahrungsaustausch und flexible Finanzierungsinstrumente.” Er sei zuversichtlich, dass die “Resilient Cities”-Konferenz 2016 starke Signale in diese Richtung geben werde, so der Oberbürgermeister weiter.

Impulse erhofft sich der Bonner OB dabei vor allem aus dem Dialog mit seinen Amtskollegen. Angekündigt haben sich unter anderem die stellvertretende Gouverneurin von Bankok, Thailand, und der stellvertretende Bürgermeister der Stadt Honiara von den Solomoninseln

– eine der vom Klimawandel akut bedrohten Regionen der Erde. Außerdem die amtierende Vorsitzende der Metropolregion Vancouver, Kanada, eine Delegation von Bürgermeistern aus Mosambique und eine Delegation aus Kaoshiung, Taiwan. Erstmals ist auch eine Delegation aus der Bonner Projektpartnerstadt Ulan Bator (Mongolei) dabei.

Soziale Aspekte resilienter Stadtfinanzierung Im Themenbereich “Inklusive und resiliente Stadtentwicklung” sollen künftig soziale Aspekte vermehrt zur Sprache kommen, die wesentlich für eine nachhaltige Stadtentwicklung sind. Im globalen Kontext bedeutet “inklusive Resilienz” die Zusammenarbeit mit allen Bürgerinnen und Bürgern, also auch denjenigen Menschen, die in Armut und “außerhalb des Systems” leben. Dabei geht es darum, auch Slums als “informelle Siedlungen” in die offizielle Stadtentwicklung und das Stadtmanagement zu integrieren.

Für Bonn bedeutet inklusive Stadtentwicklung zum Beispiel auch, weiterhin Wohnraum in gewachsenen Stadtvierteln mit großer Vielfalt prioritär anzubieten, um ein Miteinander in der Stadt zu fördern.

Unzureichende Eigenmittel oder fehlender Zugang zu Finanzierung sind es oft, die die Umsetzung und einen breiten Erfolg von Projekten zur urbanen Resilienz verhindern oder verlangsamen. Der Schwerpunkt der Diskussionen zu diesem Thema wird darauf liegen, wie kommunale Strategien und Planungen durch den Einsatz von Drittmitteln aus internationalen, nationalen, regionalen und lokalen Quellen umgesetzt werden können. Risikotransfermechanismen, Klimaversicherungen und Möglichkeiten der Steuerung privater Investments sind nur einige der zur Diskussion gestellten Instrumente.

Quelle: Pressemitteilung Stadt Bonn, 04.07.2016