FEMNET: Primark – nein Danke! Bonner Bündnis gegen Wegwerf-Mode-Markt am Hauptbahnhof

Der Zuschlag für Primark hatte im Internet eine Welle der Empörung ausgelöst. So erreichte der Artikel darüber von Daniela Baum, Vertreterin der Organisation Bonn im Wandel, über die sozialen Medien in wenigen Tagen über 20.000 Aufrufe und zahlreiche zustimmende Kommentare. „Unsere Stadt wird verramscht“, schreibt eine Leserin. „Eine Schande für die Fairtrade Town Bonn!“, ärgert sich eine andere. Auch FEMNET erhielt zahlreiche Zuschriften auf eine Stellungnahme zu Primark am Hauptbahnhof. Der Verein engagiert sich für menschenwürdige Arbeitsbedingungen in der globalen Bekleidungsindustrie.

Am 30. Juni 2016 will der Bonner Stadtrat über den Umbau des Bahnhofsvorplatzes entscheiden. Den Zuschlag für die sogenannte Südüberbauung soll der holländische Investor Ten Brinke erhalten. Primark ist sein Hauptmieter. Von insgesamt 12.000 Quadratmetern würden 9.500 an die irische Kleiderkette gehen – alle oberirdischen Stockwerke.

In einem offenen Brief fordern Bonn im Wandel und FEMNET den Bonner Stadtrat auf, seine Entscheidung zu überdenken und sich auf eine wirklich zukunftsweisende und faire Stadtplanung zu besinnen. Der offene Brief wird von vielen Bonner Organisationen unterstützt, darunter auch Germanwatch, das Bonner Netzwerk Entwicklung und der DGB Kreisvorstand Bonn-Rhein/Sieg. Solidarisch zeigt sich auch die Initiative Viva Viktoria. Sie führt ihre Mittwochsdemonstration zum Erhalt des Viktoriaviertels kurzerhand vor den Bahnhof. Am 29.06. startet die Demo um 18 Uhr in der Franziskanerstraße, gegen 19:00 Uhr findet eine Zwischenkundgebung vor dem Hauptbahnhof statt und ab 20 Uhr sind Hauptkundgebung und Musik wieder an der Franziskanerstraße. Bürger*innen haben außerdem unter www.bonnimwandel.de die Möglichkeit, sich an einer Online-Petition zu beteiligen.

Quelle: Pressemitteilung FEMNET, 28.06.2016