03.05.2016 | FEMNET: AuswegLos – Protest vor Bonner H&M-Filiale Globaler Aktionstag für mehr Sicherheit in Kleiderfabriken

Nähfabriken ohne Notausgänge, Feuermelder Fehlanzeige – auch drei Jahre nach dem Einsturz der Rana-Plaza-Fabrik arbeiten die Näher_innen in Bangladesch gefährlich. H&M hatte nach der Katastrophe beteuert, für mehr Sicherheit zu sorgen. Doch bis heute weisen Zulieferfabriken eklatante Mängel auf.

Daher beteiligt sich FEMNET am 3. Mai 2016 am globalen Aktionstag gegen mangelnde Sicherheit in H&M-Zulieferfabriken. Um 17 Uhr protestieren wir vor der Bonner H&M-Filiale in der Wenzelgasse 1.

Obwohl H&M vor knapp drei Jahren das Gebäudeschutzabkommen für Bangladesch – Bangladesh Fire and Building Safety Accord – unterzeichnet hat, sind über die Hälfte der Zulieferfabriken unsicher: Arbeiter_innen sind nicht ausreichend gegen Feuer geschützt, Notausgänge fehlen.

Clean Clothes Campaign, International Labor Rights Forum und United Students Against Sweatshops rufen unter www.hmbrokenpromises.com zum globalen Aktionstag auf. Dem folgen Aktivist_innen weltweit – so auch in Bangladesch, Dänemark, Spanien und den USA.

Hintergrund für die Unterzeichnung des Bangladesh Fire and Building Safety Accords war das Unglück von Rana Plaza am 24. April 2013. Bei dem Einsturz der Fabrik, in der europäische und nordamerikanische Unternehmen Kleidung produzieren ließen, starben 1.135 Menschen, Tausende weitere wurden verletzt.

FEMNET ist eine Frauenrechtsorganisation, die sich für eine menschenwürdige Produktion in der globalen Textilindustrie engagiert. Der Verein ist Mitglied der Clean Clothes Campaign.

Wo? Poststr. 21, Innenstadt
Wann? Dienstag, 3. Mai 2016, 17 Uhr

Quelle: Pressemitteilung FEMNET 29.04.2016