13.08.2014 | Weltladen Bonn: Kampagne Make Chokocolate Fair – Schokomobil in Bonn

Am 13. August lädt der Weltladen Bonn das Schokomobil der europäischen Kampagne Make Chocolate Fair! zu einem fairen Schoko-Event auf den Bonner Friedensplatz ein. Die Stadt Bonn ist der fünfte Stopp des Schokomobils auf seiner Tour kreuz und quer durch Europa. In 3 Monate, 14 Länder und auf 10.000 Kilometern wird das Schokomobil über die menschenverachtenden Lebens- und Arbeitsbedingungen von Kakaobauern und -bäuerinnen informieren und Verbraucher/- innen für die Unterzeichnung der Kampagnen-Petition an die Schokoladenunternehmen mobilisieren. Ziel der Tour ist es, den Druck auf die Schokoladenindustrie zu erhöhen, damit diese endlich ihre soziale Verantwortung wahrnimmt.

„Mit der Schokomobil-Tour sorgen wir dafür, dass die Schokoladenindustrie unsere Forderungen nicht mehr überhören kann“, erklärt Tour-Koordinator Sven Selbert vom INKOTA-netzwerk. „Menschen aus allen Ecken Europas haben sich Make Chocolate Fair! Bereits angeschlossen. Sie wollen nicht mehr hinnehmen, dass tagtäglich Menschenrechte in den Kakaoanbauländern mit Füßen getreten werden“, so Selbert weiter. „Mit der Tour geht es jetzt darum, die Kräfte zu bündeln und eine europäische Bewegung für faire Schokolade zu schaffen. Die Europäer lieben Schokolade. Jetzt ist die Zeit gekommen, dass diese Schokolade fair wird.“

Das Schokomobil ist in Bonn gerade richtig und willkommen, denn die Stadt Bonn ist Fair Trade Town und engagiert sich für Fairen Handel. Für den Weltladen, der durch verschiedene Veranstaltungen immer wieder auf Ungerechtigkeiten im Welthandel hinweist, ist die Kampagne wichtig, da viel zu wenig bekannt ist über die unfairen Produktionsbedingungen des herkömmlichen Kakaoanbaus. Durch das Schokomobil wird dieses Thema auf unterhaltsame Art den Menschen nahe gebracht.

Mit einer Ausstellung, einer interaktiven Fotoaktion, Gewinnspielen und viel fairer Schokolade informieren Aktivist/-innen der Kampagne Make Chocolate Fair! gemeinsam mit dem Weltladen Bonn, woher der Kakao für unsere Schokolade kommt und unter welchen Bedingungen Kakaobauern und -bäuerinnen ihn anbauen. Noch immer verdient die Mehrheit von ihnen weniger als 1,25 Dollar am Tag. Hunger, Armut und ausbeuterische Kinderarbeit gehören zu ihrem Alltag. Der geschätzte jährliche Nettoumsatz der Schokoladenindustrie liegt hingegen bei 100 Milliarden US-Dollar. „Der Kakaopreis hat sich in den letzten 30 Jahren inflationsbereinigt halbiert während die Gewinne der Schokoladenindustrie gestiegen sind“, sagt Sven Selbert. „Es ist dringend notwendig, dass die Schokoladenindustrie dafür sorgt, dass Kakaobauern ein existenzsicherndes Einkommen erwirtschaften können. Dazu gehört auch die Bezahlung eines fairen Preises für die Kakaobohnen“, fordert Selbert. „Verschiedene Schokoladenunternehmen haben uns gegenüber angekündigt, dass sie auf fairen Kakao umsteigen wollen. Wir werden sehr genau beobachten, ob diesen Versprechungen nun auch Taten folgen.“

Über 40.000 Menschen haben die Forderungen von Make Chocolate Fair! bereits mit ihrer Unterschrift unterstützt. Bis Mitte 2015 sollen es mindestens 100.000 werden. Die Petition kann online unter www.de.makechocolatefair.org unterzeichnet werden.

Wann: Mittwoch, 13. August 2014, 12 bis 19 Uhr

Wo: Friedensplatz, Bonn

• Blog zur Tour mit allen Tour-Stopps in Europa: www.tour.makechocolatefair.org

• Pressemappe der Kampagne Make Chocolate Fair!: www.inkota.de/pressemappe-mcf

• Webseite der Kampagne: www.makechocolatefair.org

• Website des Weltladens: www.weltladen-bonn.org

Make Chocolate Fair! ist eine europäische Kampagne von zivilgesellschaftlichen Organisationen aus 16 europäischen Ländern. Die Kampagne wird international von einer wachsenden Zahl von Menschen und Initiativen aus Europa, Afrika und Lateinamerika getragen. INKOTA ist eine von vier Hauptträgerorganisationen und übernimmt die Koordination der Kampagne in Deutschland. Bis 2015 sollen im Rahmen der Kampagne 100.000 Unterschriften für die Petition an die Schokoladenindustrie gesammelt werden. Die Kampagne wird unterstützt durch die die Europäische Union, Stiftung Nord-Süd-Brücken, die Landesstelle für Entwicklungszusammenarbeit des Berliner Senats und Brot für die Welt – Evangelischer Entwicklungsdienst. DerInhalt der Pressemitteilung liegt in der alleinigen Verantwortung von INKOTA und gibt nicht die Meinung der Förderer wieder.

Pressemitteilung von INKOTA vom 06.08.2014