UNU-EHS: Expertengremium fordert verbesserte Anpassung an Klimawandel in Deutschland

Der Arbeitskreis „Klimawandel und Raumplanung“ der Akademie für Raumforschung und Landesplanung (ARL) veröffentlicht heute seinen Forschungsbericht „Raumentwicklung im Klimawandel – Herausforderungen für die räumliche Planung“

Klimawandel und Extremereignisse sind bereits heute in vielen Bereichen des öffentlichen Lebens deutlich spürbar. Hochwasserschäden, wie sie zuletzt im Juli entstanden sind, kosten Deutschland mehr als 8 Milliarden Euro allein in diesem Jahr.

„Wir sind in Deutschland nicht ausreichend auf diese Art von extremen Wetterereignissen vorbereitet“, sagt Dr. Jörn Birkmann von der Universität der Vereinten Nationen, der den Arbeitskreis leitet. „Dabei müssen wir uns dringend im Rahmen der Entwicklung unserer Städte, Regionen und Infrastrukturen auf ein verändertes Klima und eine sich wandelnde Gesellschaft einstellen.“

Dazu gehört zum Beispiel, kühle Orte in urbanen Hitzezentren zu schaffen und die bereits vorhandenen Grünflächen in Innenstädten zu bewahren. Versiegelte Flächen und eine zu hohe Bebauungsdichte führen bei Hitzewellen hingegen zu einem Temperaturanstieg im Vergleich zum Umland. Begrünte Räume und Wasserflächen können dem entgegenwirken. Auch die Erhaltung und Entwicklung von Kaltluftschneisen ist eine wichtige Maßnahme. Durch Austauschbahnen kann kühlere Luft aus dem Umland in Stadtzentren fließen.

Insgesamt müssen aber nicht nur Gebäude, Infrastrukturen und Raumnutzungen verändert werden, sondern auch der Planungsansatz, so der Expertenbericht. Dabei kommt der räumlichen Planung eine zentrale Rolle bei der Anpassung an den Klimawandel zu.

Laut des Expertenberichtes der ARL müssen dabei die Risiken im Mittelpunkt der Betrachtung stehen. Diese bestehen zum einen aus schleichenden Umweltveränderungen und Extremereignissen, die von außen auf Städte und Regionen treffen, wie z.B. Hitzewellen und Überschwemmungen. Zum anderen werden Gesellschaften auch durch schleichende Veränderungen, wie dem demographischen Wandel krisenanfälliger. So brauchen ältere Menschen zum Beispiel mehr Unterstützung bei der Bewältigung von Extremereignissen. Städte und Regionen müssen sich also nicht nur auf Klimaveränderungen, sondern auch auf den gesellschaftlichen Wandel einstellen, so der Expertenarbeitskreis.

Ziel ist eine Raumplanung, die sowohl den Erfordernissen des Klimaschutzes als auch der Anpassung an die Folgen des Klimawandels Rechnung trägt.

Über drei Jahre haben Experten aus Wissenschaft und Praxis zur Anpassung an den Klimawandel geforscht. Im Forschungsbericht des ARL-Arbeitskreises werden diese Ergebnisse nun veröffentlicht.

Link zum Report: http://shop.arl-net.de/raumentwicklung-klimawandel.html Mehr Informationen zum Arbeitskreis: http://www.arl-net.de/projekte/ak-klimawandel

PressemitteilungDer Arbeitskreis „Klimawandel und Raumplanung“ der Akademie für Raumforschung und Landesplanung (ARL) veröffentlicht heute seinen Forschungsbericht „Raumentwicklung im Klimawandel – Herausforderungen für die räumliche Planung“

Klimawandel und Extremereignisse sind bereits heute in vielen Bereichen des öffentlichen Lebens deutlich spürbar. Hochwasserschäden, wie sie zuletzt im Juli entstanden sind, kosten Deutschland mehr als 8 Milliarden Euro allein in diesem Jahr.

„Wir sind in Deutschland nicht ausreichend auf diese Art von extremen Wetterereignissen vorbereitet“, sagt Dr. Jörn Birkmann von der Universität der Vereinten Nationen, der den Arbeitskreis leitet. „Dabei müssen wir uns dringend im Rahmen der Entwicklung unserer Städte, Regionen und Infrastrukturen auf ein verändertes Klima und eine sich wandelnde Gesellschaft einstellen.“

Dazu gehört zum Beispiel, kühle Orte in urbanen Hitzezentren zu schaffen und die bereits vorhandenen Grünflächen in Innenstädten zu bewahren. Versiegelte Flächen und eine zu hohe Bebauungsdichte führen bei Hitzewellen hingegen zu einem Temperaturanstieg im Vergleich zum Umland. Begrünte Räume und Wasserflächen können dem entgegenwirken. Auch die Erhaltung und Entwicklung von Kaltluftschneisen ist eine wichtige Maßnahme. Durch Austauschbahnen kann kühlere Luft aus dem Umland in Stadtzentren fließen.

Insgesamt müssen aber nicht nur Gebäude, Infrastrukturen und Raumnutzungen verändert werden, sondern auch der Planungsansatz, so der Expertenbericht. Dabei kommt der räumlichen Planung eine zentrale Rolle bei der Anpassung an den Klimawandel zu.

Laut des Expertenberichtes der ARL müssen dabei die Risiken im Mittelpunkt der Betrachtung stehen. Diese bestehen zum einen aus schleichenden Umweltveränderungen und Extremereignissen, die von außen auf Städte und Regionen treffen, wie z.B. Hitzewellen und Überschwemmungen. Zum anderen werden Gesellschaften auch durch schleichende Veränderungen, wie dem demographischen Wandel krisenanfälliger. So brauchen ältere Menschen zum Beispiel mehr Unterstützung bei der Bewältigung von Extremereignissen. Städte und Regionen müssen sich also nicht nur auf Klimaveränderungen, sondern auch auf den gesellschaftlichen Wandel einstellen, so der Expertenarbeitskreis.

Ziel ist eine Raumplanung, die sowohl den Erfordernissen des Klimaschutzes als auch der Anpassung an die Folgen des Klimawandels Rechnung trägt.

Über drei Jahre haben Experten aus Wissenschaft und Praxis zur Anpassung an den Klimawandel geforscht. Im Forschungsbericht des ARL-Arbeitskreises werden diese Ergebnisse nun veröffentlicht.

Link zum Report: http://shop.arl-net.de/raumentwicklung-klimawandel.html Mehr Informationen zum Arbeitskreis: http://www.arl-net.de/projekte/ak-klimawandel

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