21.09.2013 | Stadt Bonn: Das Grüne C lädt zum dritten Aktionstag ein

In diesem Jahr richtet Sankt Augustin die Veranstaltung am Samstag, 21. September, in den Gärten der Nationen aus. Von 11 bis 16 Uhr gibt es ein Kinderprogramm, Musik, Sport und eine Sternradfahrt.

Das Anliegen des Grünen C ist der Erhalt der Landschaftsräume und deren lebendige Nutzung als Orte der Begegnung. Deshalb steht die Eröffnung der „Gärten der Nationen“ im Fokus des 3. Projekttages, der am 21. September 2013, von 11 bis 16 Uhr, Nähe Mendener Straße 111 in Sankt Augustin, stattfindet. Hierzu laden die Projektpartner des Grünen C, darunter auch die Stadt Bonn, alle Bürgerinnen und Bürger herzlich ein.

Der rege Dialog zwischen den Menschen ist Ziel dieses Herbstfestes mit Kinderspielen, Sport, Sternradfahrt und Musik. Die projektverantwortlichen Kommunen werden über den aktuellen Stand ihrer Maßnahmen des Grünen C informieren. Zu einem Erfahrungsaustausch stehen auch Vertreterinnen und Vertreter des Kreises, des Integrationsrates der Stadt Sankt Augustin und der Stiftung Interkultur zur Verfügung. Gegen 12 Uhr werden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Sternradfahrt am Veranstaltungsort, den „Gärten der Nationen“, einem Teilprojekt des Grünen C, erwartet.

Eröffnung durch Landrad Frithjof Kühn

Offiziell eröffnet wird der Projekttag durch Landrat Frithjof Kühn und Sankt Augustins Bürgermeister Klaus Schumacher. Mit der interkulturellen Gartenanlage, den „Gärten der Nationen“, entsteht zwischen den Stadtteilen Menden und Mülldorf ein Ort der Integration, an dem Menschen unterschiedlicher Herkunft selbst aktiv sind. Sie gärtnern gemeinsam und kommunizieren miteinander. Die Gartenanlage wird durch den Verein „Gärten der Nationen Sankt Augustin e.V.“ getragen.

Ziel des Vereins ist die soziale und berufliche Integration aller Kulturen durch aktive Partizipation, Eigeninitiative, Wissensaustausch, Kulturaktionen und die Organisation der Gärten. Hobbygärtner unterschiedlichster Herkunft sind eingeladen, in den Gartenparzellen Obst, Gemüse und Kräuter anzubauen. Durch das Neben- und Miteinander sollen nicht nur Pflanzen, sondern auch das gegenseitige Verständnis wachsen. Gemeinschaftliche Flächen laden zu Erfahrungsaustausch und Gesprächen ein. Daneben besteht die Möglichkeit, auf „Lernparzellen“ neues und altes Gartenwissen weiterzugeben. Auch soziale Einrichtungen oder Jugendeinrichtungen können einen Garten pachten.

Die Stadt Sankt Augustin hat dem Verein „Gärten der Nationen Sankt Augustin e.V.“ ein rund 24.500 Quadratmeter großes Grundstück zur Nutzung beziehungsweise Weiterverpachtung an seine Mitglieder überlassen. Die maximale Größe einer Gartenparzelle, die jeweils gepachtet werden kann, beträgt 150 Quadratmeter. Neben den Pachtflächen mit Gärten und Obstwiesen ergänzt eine 11.400 Quadratmeter große öffentliche Fläche mit Wegen, Kinderspielplatz, Quartiersplatz, Streetballfläche und Grünfläche das Projekt. Mit Ausnahme der eigentlichen Gartenbänder kann die Anlage von der Öffentlichkeit genutzt werden. Der Link, die Wegeverbindung im Grünen C, führt Spaziergänger und Radfahrer durch die Gärten in die Siegaue oder in Richtung Hangelarer Heide.

Hintergrund: Das Grüne C

Im Rahmen der Regionale 2010 ist das Projekt Grünes C entstanden, bei dem die Städte und Gemeinden Alfter, Bonn, Bornheim, Niederkassel, Sankt Augustin, Troisdorf und der Rhein-Sieg-Kreis zusammenarbeiten. Im Gebiet des Grünen C – der Name bezieht sich auf die Form des Areals zwischen Ville, Rhein, Siegtal und Siebengebirge – sollen Naturschutz, Landwirtschaft und Naherholungsgebiete gesichert und gefördert werden. Der Freiraum setzt sich aus großen Acker-, Obst- und Gartenbauflächen, alten Kulturlandschaften, Naturschutzgebieten, Flüssen und Ufern, Kiesgruben, Wirtschaftswegen, Straßen und Leitungstrassen zusammen.

Auf einer Fläche von rund 37 Kilometern spannt sich das Gebiet des Grünen C von Norden nach Süden über neun Kilometer und von Westen nach Osten über 17,5 Kilometer. Die einzelnen Kommunen haben verschiedene Projekte – wie zum Beispiel den Generationen-Parcours, die Gärten der Nationen oder den Fischlehrpfad – ins Leben gerufen, um Landschaften und Menschen miteinander zu verbinden. Der Naturschutz, der Erhalt der Landwirtschaft, die Entwicklung der Naherholungsgebiete und die aktive Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger stehen dabei im Mittelpunkt.

Als zukunftsweisendes und in Deutschland einzigartiges Modell-Projekt wird das Grüne C durch das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, durch das Land Nordrhein-Westfalen und von der Europäischen Union gefördert. Weitere Informationen können unter www.gruenes-c.de abgerufen werden.

Pressemitteilung