Stadt Bonn: Nachhaltigkeitsexperten aus der ganzen Welt treffen sich in Bonn

Bonn_Logo_Sustain_1002[1]Unter dem Motto “Umweltveränderung und die nächste Nachhaltigkeitsgeneration” treffen sich vom 31. August bis zum 7. September 2013 fünf Laureaten des “Alternativen Nobelpreises”, vier Träger des Deutschen Umweltpreises, etwa 150 Studenten und Doktoranden sowie Nachhaltigkeitsexperten aus der ganzen Welt in Bonn. Gemeinsam werden sie in dieser Woche an Themen der ökologischen, sozialen und wirtschaftlichen Nachhaltigkeitsagenda arbeiten, sich austauschen sowie Lösungen und Perspektiven für jetzige und zukünftige Probleme entwickeln.

Unter den Laureaten des „Alternativen Nobelpreises“ sind der Verbraucherschützer Anwar Fazal aus Malaysia, Nnimmo Bassey aus Nigeria, einer der führenden Menschenrechts- und Umweltaktivisten Afrikas, Tapio Mattlar aus Finnland, Mitbegründer des finnischen “Village Action Network”. Dieses Netzwerk fördert und entwickelt ländliche Aktivitäten auf der nationalen Ebene. Aus Deutschland wird Michael Succow teilnehmen, der mit seiner Stiftung am Aufbau von Nationalparks und Biosphärenreservaten in Asien und Afrika arbeitet. Alyn Ware aus Neuseeland ist einer der weltweit renommiertesten Friedensaktivisten. Er leitete Schlüsselinitiativen für Friedenserziehung und nukleare Abrüstung in Neuseeland und in aller Welt in den letzten 25 Jahren.

Die teilnehmenden Deutschen Umweltpreisträger sind Ernst Ulrich von Weizsäcker, Rainer Grießhammer, Georg Winter und Andreas Bett. Ernst Ulrich von Weizsäcker hat als Experte für Umwelt, Ökoeffizienz und Biologie Anleitungen zur Lösung von Umweltproblemen vorgelegt und viele sehr einflussreiche Veröffentlichungen geschrieben. Als Gründungspräsident hat er maßgeblich das Wuppertal-Institut für Klima, Umwelt, Energie mit aufgebaut. Rainer Grießhammer ist Mitgeschäftsführer des Öko-Instituts in Freiburg, sein Einsatz für eine nachhaltige Produktions- und Konsumwelt hat dazu beigetragen, dass sich das Leitbild der Nachhaltigkeit im Alltag der Menschen verankert hat. Der Unternehmer Dr. Georg Winter gründete 1984 den Bundesdeutschen Arbeitskreis für umweltbewusstes Management (B.A.U.M. e. V), den weltweit ersten Verband dieser Art. Dr. Andreas Bett ist stellvertretender Leiter des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme ISE in Freiburg und Leiter des Bereichs „Materialien – Solarzellen und Technologie. Bett und sein Co-Preisträger Lerchenmüller haben mit ihrer Konzentrator-Technologie neue Maßstäbe in der Photovoltaik gesetzt.

Die Laureaten des „Alternativen Nobelpreis“ und des Deutschen Umweltpreises werden bei folgenden öffentlichen Veranstaltungen (alle in Englisch) auftreten:

  • Podiumsdiskussion zu  „Green New Deal and post-growth. Directions for future economies”. Mit Prof. Dr. Dr. h.c. Ernst Ulrich von Weizsäcker, Dr. Georg Winter, Dr. Ines Omann (Sustainable Europe Research Institute) und Christoph Gran (Arbeitskreis Real-World-Economics) am Sonntag, 1. September, 19.30 Uhr im Universitätsclub Bonn, Konviktstraße , Bonn.
  • Podiumsdiskussion zu „Nature in the Anthropocene: from protection to production?“ mit Dr. Rainer Grießhammer, Prof. Dr. Michael Succow und Tapio Mattlar am Montag, 2. September, 19.30 Uhr im Alten Rathaus.
  • Podiumsdiskussion zu „Empowering people – seeds for social movements“ mit Prof. Dr. Anwar Fazal, Dr. Nnimmo Bassey und Prof. Dr. Felix Eckardt am Dienstag, 3. September, 19.30 Uhr im  Kunstmuseum der Stadt Bonn, Friedrich-Ebert-Allee 2, Bonn.

Organisiert wird die internationale Konferenz gemeinsam vom Right Livelihood Campus (RLC) Bonn, angesiedelt am Zentrum für Entwicklungsforschung (ZEF) der Universität Bonn, dem Youth Future Project e.V. (YFP), sowie der Stadt Bonn.

Das Right Livelihood College (RLC) ist eine Initiative von Universitäten und der Stiftung des „Alternativen Nobelpreises“ mit dem Ziel, global Bildung und Wissenschaft zu Entwicklungs- und Nachhaltigkeitsfragen zu fördern und aufzubauen. Es hat seinen Sitz im Zentrum für Entwicklungsforschung (ZEF) an der Universität Bonn und wird unterstützt vom Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD). Das RLC Bonn unterstützt den Austausch und fördert Synergien zwischen Preisträgern des Alternativen Nobelpreises, qualifizierter Bildung und Entwicklungsforschung. Weitere Informationen unter www.rlc-bonn.de.

Die gemeinnützige Organisation „Youth Future Project e.V. (YFP)“ bringt junge Menschen und Träger des Alternativen Nobelpreises (Right Livelihood Award) zusammen. Sie veranstaltet den Austausch unter den Generationen und fördert den gesellschaftlichen Wandel, um Frieden, Gerechtigkeit, Umweltschutz und nachhaltige Entwicklung zu ermöglichen. Weiter Informationen unter  www.youthfuture.de.

Pressemitteilung