Verhandlungen über neues Klimaschutzabkommen starten in Bonn

    Rund 3500 internationale Delegierte werden vom 3. bis 14. Juni zu den halbjährlichen Verhandlungen der Nebenorgane der Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen im Bonner Maritim-Hotel erwartet. Bereits vor einigen Wochen hatte eine Ad-Hoc-Arbeitsgruppe – die Durban Platform for Enhanced Action – in Bonn getagt.

    Bis 2015 soll eine neue umfassende Vereinbarung zum Klimaschutz beschlossen werden. Damit will die Staatengemeinschaft das Ziel erreichen, die Erderwärmung auf zwei Grad Celsius zu begrenzen. Das neue Abkommen soll für alle Staaten gelten, auch für die USA, China und Indien. Spätestens ab Anfang 2020 soll die neue Vereinbarung wirksam sein, damit die Kontinuität nach dem zweiten Verpflichtungszeitraum des Kyoto-Protokolls gewahrt wird.

    Neben der jährlich stattfindenden Vertragsstaatenkonferenz gibt es zwei Nebenorgane der Klimarahmenkonvention – ein Gremium für wissenschaftliche und technische Fragen (Subsidiary Body for Scientific and Technical Advice, SBSTA) sowie ein Gremium für Fragen der Umsetzung (Subsidiary Body for Implementation, SBI), die auch jetzt wieder in Bonn zusammentreten. Während die Vertragsstaatenkonferenz regelmäßig einmal im Jahr tagt – als nächstes im November 2013 in Warschau -, finden die Nebenorgansitzungen zweimal im Jahr statt. Die Delegierten diskutieren über die Umsetzung der Klimarahmenkonvention.

    Teil der Konferenz ist seit 2012 die Sitzung der Ad-hoc-Arbeitsgruppe der Durban Plattform für verstärktes Handeln (Durban Platform for Enhanced Action), die bereits vom 29. April bis zum 3. Mai in Bonn getagt hat und die während der aktuellen 38. Konferenz der Nebenorgane ihre Ergebnisse zusammenfassen wird. Die Plattform wurde 2011 beim Weltklimagipfel in Durban von den 190 Teilnehmerländern als Fahrplan für ein neues Klimaschutzabkommen festgelegt.

    Weitere Informationen zur Konferenz gibt es im Internet unter www.unfccc.int.