UNFCC: Strategien gegen den Klimawandel

Über das Weltklimaabkommen 2015, seinen Geltungsbereich, die Struktur und die Ausgestaltung, diskutieren ab Montag, 29. April, Regierungsvertreter in Bonn. Das Abkommen soll 2020 in Kraft treten und für alle Unterzeichner des Rahmenübereinkommens der Vereinten Nationen zur Bekämpfung des Klimawandels (UNFCCC) gelten. Ein zweiter Schwerpunkt des Treffens ist die zweite Sitzung der Ad-Hoc-Arbeitsgruppe zur Durban Plattform für verstärkte Maßnahmen gegen den Klimawandel (ADP 2 vom 29. April bis 3. Mai). Die Gruppe versucht Lösungen zu finden, wie der Umfang der Klimaschutzaktivitäten schon vor 2020 vergrößert werden kann, damit die Welt eine Chance hat, unter den vereinbarten zwei Grad Klimaerwärmung zu bleiben.

Während des Treffens in Bonn werden eine Reihe von Workshops und Roundtable-Veranstaltungen als Foren für vertiefte Diskussion und Austausch dienen. Experten halten Vorträge zu einer Vielzahl von Themen, wie etwa zu erfolgreichen Beispielen für nationale Klimagesetzgebung und zu den Möglichkeiten im Bereich der erneuerbaren Energien. Zu allen diesen Veranstaltungen wird es einen Webcast geben.

Im Vorfeld der Veranstaltung haben Regierungen und Beobachterorganisationen eine Reihe von Beiträgen eingereicht, die auf der UNFCCC-Internetseite zur Verfügung stehen.

“Die Arbeit beginnt nicht bei null. Die Regierungen sollten versuchen, auf bereits Erreichtem aufzubauen, die Zusammenarbeit zu verstärken und Synergien zu maximieren. Wir fordern die Vertragsstaaten daher dringend auf, nicht nur den Geltungsbereich, die Struktur und die Ausgestaltung des neuen Weltabkommens im Auge zu haben, sondern auch die großen Zusammenhänge zu berücksichtigen. Was sollte in dem Abkommen erfasst werden und wie könnte es sowohl die laufenden Klimaschutzmaßnahmen prägen, als auch zukünftige internationale und nationale Klimaschutz-Anstrengungen stärken”, so der ADP-Vorsitzende Jayant Moreshver Mauskar.

Im Verlauf des Jahres werden die Regierungen die Arbeit an den weiteren Schlüsselthemen fortsetzen. Dies beinhaltet die Frage, in welchem Ausmaß die Entwicklungsländer Unterstützung benötigen und wie man diese Unterstützung mobilisieren kann. “Die Gespräche, die in Bonn und dann weiterhin im Laufe des Jahres stattfinden, sind für die Vorbereitung des geplanten 2015-Abkommens und für die Intensivierung des Engagements von entscheidender Bedeutung, wobei die Implementierung der bestehenden UNFCCC-Abkommen als Basis dient”, sagte Christiana Figueres, die UNFCCC-Exekutivsekretärin.

Über UNFCCC

Mit 195 Vertragsstaaten sind fast alle Länder der Welt Mitglied im Rahmenübereinkommen der Vereinten Nationen zur Bekämpfung des Klimawandels (UNFCCC). Auch ist es das Mutterabkommen des Kyoto-Protokolls aus dem Jahre 1997. Das Kyoto-Protokoll wurde von 192 der UNFCCC Vertragsstaaten ratifiziert. In der ersten Verpflichtungsphase des Kyoto-Protokolls haben 37 Staaten, bestehend aus hochindustrialisierten Ländern und Ländern, die sich noch marktwirtschaftlich entwickeln, gesetzlich festgelegte Emissionsgrenzen festgelegt und sind Reduzierungsverpflichtungen eingegangen. Das ultimative Ziel beider Abkommen ist, die Treibhausgaskonzentrationen in der Atmosphäre auf einem Niveau zu stabilisieren, welches es verhindert, dass der Mensch dem Klimasystem Schaden zufügt.

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