GIZ und Wirtschaft kooperieren für nachhaltigen Fischfang

Ziel ist es, ein für Verbraucher und Industrie transparentes und verständliches System zu entwickeln, das den Vergleich von Fischereizertifikaten bietet.

Vertreter der Fisch- und Meeresfrüchteindustrie haben gemeinsam mit der GIZ eine Initiative zur nachhaltigen Fischerei (Global Sustainable Seafood Initiative, GSSI) gestartet. 17 der weltweit führenden Unternehmen, darunter die deutschen Metro Group und Iglo GmbH, wirken an dem Vorhaben mit. Die GIZ beteiligt sich daran über das DeveloPPP-Programm im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung.

Weltweit existieren etwa 80 Institutionen, die Zertifikate für nachhaltig produzierten Fisch und Meeresfrüchte vergeben. Allerdings unterscheiden sich die Vergabekriterien teils sehr deutlich voneinander. Für den Verbraucher bedeutet das, dass er sich nur schlecht orientieren kann, welches Zertifikat ihm tatsächlich ein nachhaltig erzeugtes Produkt garantiert. Die GSSI wird, die verschiedenen Zertifikate miteinander vergleichbar machen und so eine nachhaltige Fischerei fördern. Zu diesem Zweck bringt die GSSI internationale Experten, Vertreter von Nichtregierungsorganisationen, Industrie und Handel zusammen, die über den Verlauf von drei Jahren ein transparentes Beurteilungssystem entwickeln und umsetzen werden. Das Budget kommt dabei zu etwa gleichen Teilen aus Privatwirtschaft und öffentlicher Hand. Die beteiligten Unternehmen decken die gesamte Produktionskette, von Fischfang über Aquakultur und Verarbeitung bis hin zum Einzelhandel ab.

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