BHU: Projekt "Biologische Vielfalt – ein Thema für Heimatmuseen" ausgezeichnet

    Der Bund Heimat und Umwelt (BHU) setzt sich dafür ein, dass die Themen Biologische Vielfalt, Nachhaltigkeit und Kulturlandschaft in Heimatmuseen verstärkt integriert und vermittelt werden. Nun wurde das Projekt “Biologische Vielfalt – ein Thema für Heimatmuseen”  von der UN-Dekade Biologische Vielfalt ausgezeichnet. In dem vom BfN, mit Mitteln des BMU geförderten Projekt hat der BHU zu der Thematik zwei Expertenworkshops durchgeführt und die Publikation “Biologische Vielfalt – ein Thema für Heimatmuseen” herausgegeben. Modellhaft wird die Einbindung der Themen Biologische Vielfalt Nachhaltigkeit und Kulturlandschaft in die Museumsarbeit beleuchtet. Der hierbei entwickelte Leitfaden mit flankierenden Praxisbeispielen bietet Heimatmuseen ein geeignetes Instrument, anhand der genannten Themen den immer wieder notwendigen Modernisierungsprozess mit wenig Mitteln und schrittweise umzusetzen. Das ist eine Voraussetzung dafür, dass Heimatmuseen auch künftig ein breites Publikum ansprechen und vor allem auch jüngere Zielgruppen dazugewinnen können. Nicht zuletzt können moderne Konzepte dabei helfen, Sponsoren zu Zuwendungen für die Überarbeitung von Ausstellungen zu bewegen. Insgesamt hat sich gezeigt, dass ein ganzheitlicher Ansatz, der sowohl Natur- als auch Kulturthemen zusammenbringt, der Sache sehr dienlich ist und zahlreiche Menschen anspricht. Die Publikation bietet zudem anschauliche Informationen dazu, wie regionales Handeln ein Teil globaler Prozesse sein kann. Praxisbesogene Ansätze als Beiträge zur Umsetzung der nationalen sowie der EU-Strategie zur biologischen Vielfalt oder auch zur UN-Dekade zur Biologischen Vielfalt werden vorgestellt.

    Die Vernetzungs- und Kooperationsmöglichkeiten von Heimatmuseen mit unterschiedlichsten Partnern wurde als wichtige Chance für die Attraktivitätssteigerung der Institutionen herausgearbeitet. Der BHU bringt in dem Projekt verschiedene Akteure, insbesondere aus der Museumsarbeit (Heimat- u. Freilichtmuseen), der Land- und Forstwirtschaft, der Bildungsarbeit (Naturschutzakademien, Umweltpädagogen etc.) sowie der Vereine und Verbände (u.a. Heimat- u. Naturschutzvereine) zusammen. Die zielgruppengerechte Vermittlungsarbeit ist ein wichtiger Punkt des Projektes. So werden neben einer milieu- und altersgerechten Vermittlung auch Aspekte wie die Einbindung von Migranten in die Museums- und Vermittlungsarbeit, Barrierefreiheit oder erlebbare Erinnerungskultur für Demenzkranke angesprochen.

    Hinsichtlich der kontinuierlichen Weiterführung des Projektes ist der BHU weiterhin gemeinsam mit seinen Landesverbänden beratender Ansprechpartner für Heimatmuseen. Es werden Materialien entwickeln sowie Multiplikatorenschulungen durchgeführt, insbesondere zu den Themen Biologische Vielfalt, Kulturlandschaft und Nachhaltigkeit. Hierbei bindet der BHU aktuelle Forschungsergebnisse ein und ist selbst insbesondere auf dem Themenfeld Kulturlandschaft innovativ tätig. Über das Deutsche Forum Kulturlandschaft, dem über 50 bundesweit agierende Organisationen aus vielfältigen Fachbereichen angeschlossen sind, ist der BHU sehr gut interdisziplinär vernetzt. Mit der Internetseite des BHU www.bhu.de und weitere Öffentlchkeitsarbeit wird über das Projekt und Aktivitäten im Themenfeld berichtet.

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