Stadt Bonn: Für die Schultasche umweltfreundlich einkaufen

    Der Einkauf für den Schulstart ist für Eltern und Schüler eine gute Gelegenheit, auch an den Umweltschutz zu denken und sich in Sachen Klimaschutz zu engagieren. Dazu hier einige Anregungen für eine umweltschonend gepackte Schultasche.

    Klimaschutz beginnt beim Papier

    Hefte, Blocks und andere Papiere machen im Verlauf eines Schuljahres den größten Teil an Material aus, und immer noch werden Wälder für dieses relativ kurzlebige Material abgeholzt und Landschaften zerstört. Clever seine Möglichkeiten zum Klimaschutz zu nutzen, bedeutet auch, sich für Schulmaterial aus Recyclingpapier oder “Klimaschutzpapier” zu entscheiden. Denn die Herstellung von Papierprodukten aus Altpapier spart im Vergleich zur Herstellung von Frischfaserpapier enorme Mengen an Energie, Wasser und Ressourcen. Die hartnäckigen Vorurteile aus den 80er Jahren wie “zu dunkel”, “Tinte verläuft” usw. sind längst überholt. Recyclingpapier erfüllt inzwischen höchste Qualitätsansprüche. Wegen der hohen Weißgrade ist der Unterschied zu Frischfaserpapier optisch kaum noch wahrnehmbar, und das Papier ist auch preislich gleich. Was wir können, können Sie auch! Die Stadt Bonn geht mit gutem Beispiel voran und ist Vorreiter bei der Nutzung von Recyclingpapier mit dem „Blaue Umweltengel“. Bonn behauptete sich in einem bundesweiten Wettbewerb der Städte 2011 zum zweiten Mal in Folge mit den höchsten Recyclingpapierquoten in der Verwaltung und erhielt den Titel „Recyclingpapierfreundlichste Stadt“.

    Wie erkennt man Klimaschutzpapier?

    Der „Blaue Umweltengel“ auf Schulheften oder anderen Papieren besteht aus 100 Prozent Recyclingpapier und garantiert, dass bei der Herstellung auch das aus Haushalten gesammelte Papier eingesetzt wird. Es ist das einzige offizielle und geschützte Prüfsiegel für Recyclingprodukte.

    Andere Zeichen, wie “Aqua pro natura” sowie “Weltpark Tropenwald” sind keine geschützten Warenzeichen, die offiziell festgelegte Umweltkriterien erfüllen müssen. Sie gewährleisten zwar eine chlorfreie Bleichung ihrer Produkte, verwenden allerdings trotzdem Holz bei der Herstellung und sind für den umweltbewussten Einkäufer nicht empfehlenswert.

    Wo bekommt man diese Materialien?

    Online kann man umweltfreundliches Schulmaterial unter www.robinwood.de/schulhefte oder www.memo.de bestellen. Gerne hilft auch die städtische Abfallberatung unter Tel. 77 2328 weiter.

    Stifte

    Filzstifte sollten lösungsmittelfrei sein. Die beste Alternative hierzu sind unlackierte Holzbuntstifte. Unlackiert, damit die Kinder, wenn sie auf den Stiften herumkauen, nicht eventuell enthaltenes Cadmium, Blei oder Chrom aufnehmen.

    Die besten Kugelschreiber haben eine austauschbare Mine, und das Gehäuse sollte aus recyclebaren Materialien wie Holz bestehen. Für den klassischen Textmarker gibt es mittlerweile Holzleuchtstifte als Alternative, die auch viel ergiebiger sind und nicht austrocknen. Als umweltschonender Füller bietet sich der Kolbenfüller an, denn im Gegensatz zu den Patronenfüllern produziert er nicht so viel Abfall, da er aus einem Tintenfässchen wieder aufgefüllt werden kann.

    Tintenkiller

    Inzwischen gibt es Tintenkiller auch auf Wasserbasis, was ein großer Vorteil gegenüber den Vorgängern mit Lösungsmitteln ist. Umweltfreundlicher ist dennoch ein einfaches Durchstreichen oder die Verwendung von Korrekturrollern oder -mäusen.

    Mäppchen

    Die Stiftbehälter gibt es aus Leder, Jute oder Leinen. Sie sind als aufklappbare Variante besonders praktisch, da man die ganzen Stifte, Lineale etc. gut sortieren kann. Beim Kauf sollte man nach leeren Mäppchen Ausschau halten, da Komplettpackungen meist mit billigem und nicht gerade umweltschonendem Material gefüllt sind.

    Frühstücksboxen und Getränkeflaschen

    Frühstücksboxen aus Metall oder Kunststoff und wieder befüllbare Getränkeflaschen helfen, viel unnötigen Verpackungsmüll wie Alufolie, Trinkpäckchen oder Einwegflaschen zu vermeiden und sind sehr praktisch. Getränke bleiben länger kalt bzw. warm. Aluflaschen sind dabei sowohl geschmacksneutraler als auch erprobter im Dichthalten.

    Sonstiges

    Radiergummis aus Natur- oder Synthesekautschuk sind eine gute Alternative. Lineale und Spitzer aus Holz oder Metall helfen auch sparen, da sie sehr langlebig sind. Lösemittelfreie Klebestifte sollten Flüssigklebern vorgezogen werden.

    Weitere Infos unter www.bonn.de und www.papiernetz.de. Lehrkräfte können eine Unterrichtseinheit zum Thema Recyclingpapier kostenlos unter abfallberatung@bonn.de bei der Abfallberatung bestellen.

    Pressemitteilung