28.08.2012 | Südwind-Institut, EED und Oxfam Deutschland: Fachgespräch „Blending: Mehr Zuschüsse für den Privatsektor – weniger für die Armutsbekämpfung?“

Mitten in der Krise kämpft die EU um ein angemessenes Budget. Dabei besteht die Gefahr, dass die für Entwicklungszusammen- arbeit bereitgestellten Mittel zurückgehen. Die Verhandlungen um den mehrjährigen Finanzrahmen 2014-2020 sind bereits in der entscheidenden Phase. Laut EU-Verträgen muss der EU-Haushalt “vollständig aus Eigenmitteln finanziert werden”. In diesem Kontext steht auch die Debatte um neue Finanzierungsinstrumente und eine eigene EU-Steuer.

Es stellt sich die Frage, wie die Mittel für Entwicklungszusammenarbeit in Krisenzeiten erhöht werden können um internationale Verpflichtungen wie etwa das 0,7 % Ziel zu erreichen, ohne die Haushalte der EU-Mitgliedsländer zusätzlich zu belasten.

Vor diesem Hintergrund erfährt das sogenannte „Blending“ große Beachtung, also die Verknüpfung von Zuschüssen (aus dem Entwicklungshaushalt) und Darlehen zur Finanzierung von Investitionen. Mann verspricht sich dadurch eine signifikante Erhöhung des Umfangs und der Sichtbarkeit von EU-Leistungen im Entwicklungsbereich.

Ziel des Fachgesprächs „Blending: Mehr Zuschüsse für den Privatsektor – weniger für die Armutsbekämpfung?“ ist eine Auseinandersetzung mit den Chancen und Risiken von Blending-Instrumenten bzw. ihren Auswirkungen auf die Bekämpfung der Armut.

 

Wann: 28. August, 13:30 bis 17:30 Uhr
Wo: Deutsche Welle, Kurt-Schumacher-Str. 3, 53113 Bonn – Raum Trincomalee

Programm, Anmeldung und weitere Informationen.