BMELV: Tierhaltung in Deutschland soll nachhaltiger werden

    Bei der Übergabe des Strategiepapiers der Deutschen Agrarforschungsallianz (DAFA) zur Forschung bei Nutztieren an das BMELV am Dienstag in Bonn sagte der Staatssekretär im Bundeslandwirtschaftsministerium, Dr. Robert Kloos: “Im Bereich der Tierhaltung haben der Tierschutz und der Umweltschutz für die Bundesregierung eine hohe Priorität. Um den gesellschaftlichen Anforderungen an eine moderne Tierhaltung gerecht zu werden und den Landwirten gleichzeitig Entwicklungs- und Investitionsperspektiven zu bieten, werden wir unsere Forschung in diesem Bereich deutlich verstärken.” Die Strategie der Wissenschaftler macht dafür weitreichende Vorschläge. Dabei geht es um tier- und umweltgerechte Haltungsverfahren, Herausforderungen bei der Tiergesundheit oder auch Forschungsinitiativen, deren Ergebnisse zu einer Verringerung des Einsatzes von Medikamenten in der Tierhaltung führen. “Auf Basis dieser Vorschläge werden wir konkrete Forschungsaufträge formulieren. Wir wollen dabei Tier- und Umweltschutz für die praktische Landwirtschaft voran bringen”, sagte Kloos.

    Die Tierhaltung ist für die Landwirtschaft in Deutschland ein wichtiger Erwerbszweig. Rund 60 Prozent der Umsätze stammen aus der landwirtschaftlichen Nutztierhaltung. Schon heute muss die moderne Nutztierhaltung in Deutschland hohen Standards genügen. “Diese Standards wollen wir weiterentwickeln und damit der Landwirtschaft Produktions- und Einkommensalternativen sowie eine breite gesellschaftliche Akzeptanz sichern”, sagte Kloos. Das sei auch ein Fazit aus dem gesellschaftlichen Dialog, den das Bundeslandwirtschaftsministerium bei der Erstellung einer „Charta für Landwirtschaft und Verbraucher“ geführt hat. Kloos betonte, “dass Verbraucherakzeptanz zunehmend zu einem wichtigen betrieblichen Erfolgsfaktor wird”.

    Hintergrundinformation zur DAFA
    Die Deutsche Agrarforschungsallianz ist ein Gemeinschaftsprojekt der deutschen Agrarforschung. Das Forschungsnetzwerk wurde im Jahr 2009 mit Unterstützung des Bundeslandwirtschaftsministerium gegründet. Das Netzwerk verfolgt das Ziel, die Leistungsfähigkeit, die Transparenz und die internationale Sichtbarkeit der deutschen Agrarforschung zu verbessern. Rund 50 öffentlich finanzierte Forschungseinrichtungen sind an dem Zusammenschluss beteiligt.