Stadt Bonn: "Ökoprofit: Ein Schritt in Richtung zukunftsorientierte Unternehmensführung"

    Zum Abschluss der dritten Auflage des Umweltprojekts überreichte OB Jürgen Nimptsch im Alten Rathaus die Urkunden an die Teilnehmer.

    Knapp 1,5 Millionen Kilogramm Kohlenstoffdioxid (CO2), 3,8 Millionen Kilowattstunden Strom, knapp 570 000 Euro – das ist die vorläufige „Sparbilanz“ der aktuellen Runde des Projekts Ökoprofit. Neun Unternehmen haben im vergangenen Jahr wieder am Ökologischen Projekt für integrierte Umwelttechnik der Stadt Bonn teilgenommen und ihre Betriebe in Sachen Energieeinsparung und Klimaschutz genau unter die Lupe genommen. Für die Einführung eines betrieblichen Umweltmanagements zeichneten heute (Donnerstag, 28. Juni) Oberbürgermeister Jürgen Nimptsch, Dr. Heinz Baues, Ministerialdirigent im NRW-Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz, sowie der Bonner Umweltdezernent Rüdiger Wagner insgesamt 16 Unternehmen aus.

    Neun neue Unternehmen und sieben Klub-Mitglieder erhalten Urkunden
    Neben den Teilnehmern der dritten Ökoprofit-Runde erhielten auch sieben Mitgliedsunternehmen des Ökoprofit-Klubs eine erneute Auszeichnung. Im Klub engagieren sich Betriebe auch über die ursprüngliche Zertifizierung hinaus und entwickeln das betriebliche Umweltmanagement fort. „Sie alle haben mit der Teilnahme an Ökoprofit einen entscheidenden Schritt in Richtung einer zukunfts- und umweltorientierten Unternehmensführung gemacht und zeigen mit Ihrem Engagement, dass Sie dem Thema Umweltschutz eine hohe Bedeutung beimessen“, lobte Oberbürgermeister Jürgen Nimptsch in seiner Begrüßung im Alten Rathaus.

    Zu den neun neu ausgezeichneten Unternehmen gehören die Gemeinnützige Gesellschaft für ein Therapiezentrum mbH, die Heinrich Thomas GmbH & Co. KG, die Alexander von Humboldt- Stiftung, Deutsche Post DHL, das Briefzentrum NL Brief Bonn, MediaCompany GmbH, VNR Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, AlphaPeg Media GmbH, das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe sowie die Dr. Reinold Hagen Stiftung.

    Begleitet wurden die Unternehmen von der Agentur Arqum (Gesellschaft für Arbeitssicherheits-, Qualitäts- und Umweltmanagement mbH). In acht gemeinsamen Workshops widmeten sich die Betriebe allen für sie relevanten Umweltthemen im Bereich Energie, Abfall, Wasser, Abwasser und Lärm. Als Kernstück des Projektes besuchen die Berater die Unternehmen vor Ort, um diese bei der Bestandsaufnahme betriebseigener Daten zu unterstützen und betriebsspezifische Möglichkeiten der Umweltentlastung und Kostensenkung aufzuzeigen.

    Stromfresser abgeschafft, Fahrradunterstand gebaut
    Auf einfallreiche Weise sorgten die Unternehmen dafür, dass bei ihnen betrieblicher Klima- und Umweltschutz Realität wurde. Die Maßnahmen reichten von einer kompletten Gebäudesanierung, über die Umstellung der Beleuchtung, den Einsatz von Recycling-Toilettenpapier, das Anbringen schaltbarer Steckerleisten an den Arbeitsplätzen bis hin zum Austausch eines Strom fressenden Brötchenautomatens gegen frisch belegte und persönlich verkaufte Brötchen für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Unternehmen. Als beste Maßnahme von Ökoprofit III wurde der Bau eines Fahrradunterstandes bei der Dr. Reinold Hagen Stiftung ausgezeichnet, wodurch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und Kunden angeregt werden sollen, das Auto öfter mal stehen zu lassen.

    Für ihr anhaltendes Engagement für Umwelt und Klima wurden folgende sieben Klub-Mitglieder erneut geehrt: Bundesstadt Bonn (Bürogemeinschaft Altes Rathhaus), Carl Knauber Holding GmbH & Co. KG, Deutsches Rotes Kreuz Seniorenhaus Steinbach, HIL Heeresinstandsetzungslogistik GmbH, IJGD Internationale Jugendgemeinschaftsdienste,  SWB Stadtwerke Bonn GmbH – Energie und Wasser, Zurich Gruppe Deutschland.

    Nächste Runde bietet weiteren Unternehmen die Chance zur Teilnahme
    Träger des Projektes Ökoprofit ist die Stadt Bonn, organisiert und koordiniert wird es vom Agenda-Büro des Amtes für Umwelt, Verbraucherschutz und Lokale Agenda. Unterstützt wurde die Stadt Bonn zudem von der Industrie- und Handelskammer Bonn/Rhein-Sieg. Das Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes NRW fördert Ökoprofit mit 20 000 Euro, der Eigenanteil der Stadt Bonn beträgt rund 15 000 Euro. Die teilnehmenden Unternehmen bringen abhängig von der Anzahl ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter anteilig die verbleibenden Kosten auf.

    Die Stadt Bonn möchte an den bisherigen Erfolg von Ökoprofit anknüpfen und ruft Bonner Unternehmen auf, sich für eine vierte Runde zu bewerben. Weitere Informationen sind auf der Homepage der Stadt Bonn (www.bonn.de, Suchwort: @Oekoprofit) oder direkt beim Agenda-Büro (Maria Meißner, Telefon: 77 57 83) erhältlich.

    Pressemitteilung