GIZ: Projekt für Kleinwasserkraftanlagen gewinnt „Global Green Award“

Ein Projekt für den Bau von Kleinwasserkraftanlagen, das abgelegenen Regionen im Nordosten Afghanistans verlässlich erneuerbare Energien bringen soll, wurde mit dem Ashden Award ausgezeichnet.

Gemeinsam mit den Beratern von INTEGRATION nahm die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) ein Preisgeld von etwa 25.000 Euro entgegen. Die viel beachtete Feier fand am 30. Mai 2012 in London im Anschluss an ein Treffen mit Seiner Königlichen Hoheit dem Prinzen von Wales und weiteren Preisträgern im Clarence House statt.

Nutzung natürlicher Energiequellen bringt neue Einkommensmöglichkeiten, Chancen und Hoffnung

Die Juroren sagten: „Dies ist ein eindrucksvolles Beispiel dafür, wie die Nutzung natürlicher Energiequellen einer leidgeprüften Region neue Einkommensmöglichkeiten, Chancen und Hoffnung bringen kann. Und die Arbeit für ein gemeinsames Ziel bringt verschiedene Gemeinschaften im Nordosten Afghanistans zusammen, was Misstrauen und Konflikte abbaut.“

Bei der Preisverleihung sagte David Hancock von der GIZ: „Wir freuen uns sehr über diese renommierte Auszeichnung. Das von der deutschen Bundesregierung finanziell unterstützte Projekt hat bewiesen, dass eine zuverlässige Stromversorgung für Gemeinschaften, Organisationen und kleine Betriebe, gerade in den abgelegenen Gebirgsprovinzen Afghanistans, von entscheidender Bedeutung ist.“

Und Oliver J. Haas von INTEGRATION ergänzte: „Die Zusammenarbeit mit Gemeinschaften vor Ort stellt sicher, dass unsere Aktivitäten nachhaltig sind und künftigen Generationen nutzen. Zudem stärkt der Zugang zu erneuerbaren Energien wirtschaftliche Entwicklung, lokale Regierungsführung und Stabilität.“

Wegbereiter sauberer Energien wie die GIZ und INTEGRATION verstärkt fördern

Überreicht wurde die Auszeichnung von Dr. Kandeh Yumkella, Generaldirektor der Organisation der Vereinten Nationen für industrielle Entwicklung (UNIDO) und Vorsitzender von UN-Energy. In seiner Grundsatzrede rief er die Regierungen der Welt auf, die Chance, die sich mit der Rio+20-Konferenz im Juni bietet, zu nutzen und Wegbereiter sauberer Energien wie die GIZ und INTEGRATION verstärkt zu fördern.

Dazu Dr. Yumkella: „Die Beschlüsse, die im Juni in Rio gefasst werden, werden sich auf Generationen hinaus auswirken. Weltweit müssen Regierungen jetzt handeln und sich auf die richtigen Strategien und Investitionsanreize verständigen, die diese und andere Spitzeninitiativen für nachhaltige Energie fördern, bevor es zu spät ist.“

Dank finanzieller Unterstützung von der deutschen Regierung (rund 4,9 Millionen Euro im Jahr 2011) und in Zusammenarbeit mit der afghanischen Regierung haben die GIZ und INTEGRATION in Badachschan sechs Kleinwasserkraftanlagen errichtet. Mit einer installierten Gesamtleistung von 1,3 Megawatt versorgen sie erstmals 63.000 Menschen, 110 öffentliche Einrichtungen und 645 Kleinbetriebe 24 Stunden am Tag mit Strom.

Pressemitteilung