BMZ und GIZ: Deutsche Wirtschaft und Bundes­ent­wick­lungs­mi­nis­te­ri­um starten ge­mein­same Initiative gegen Hunger und Armut im länd­lichen Raum

Mit der Unter­zeichnung des Gründungs­do­ku­ments wurde heute die Deutsche Initiative für Agrar­wirt­schaft und Er­nährung in Schwellen- und Ent­wick­lungs­ländern (DIAE) offiziell ins Leben ge­rufen. Durch ihre Teil­nahme an der Initiative haben sich zahl­reiche deutsche Unter­nehmen, die Deutsche Ge­sell­schaft für In­ter­na­ti­o­nale Zu­sam­men­ar­beit (GIZ) und das Bun­des­mi­nis­te­ri­um für wirt­schaft­liche Zu­sam­men­ar­beit und Ent­wick­lung (BMZ) zu einem ge­mein­samen inter­na­tio­nalen En­gage­ment zur Er­näh­rungs­siche­rung ver­pflichtet.

Schirmherr der DIAE ist Bundes­ent­wick­lungs­mi­nister Dirk Niebel. “Ich messe dieser Initiative große Be­deu­tung bei. Denn staatliche Ent­wick­lungs­po­li­tik kann immer nur Anstöße geben und zur Ver­bes­se­rung wirt­schaftlicher Rah­men­be­din­gun­gen beitragen – dauer­hafte Ent­wick­lung ist jedoch ohne unter­neh­me­ri­schen Mut und privat­wirt­schaft­liches Handeln undenkbar. In der DIAE holen wir die Privat­wirtschaft mit an Bord – wo immer möglich wollen wir die Initiative künftig als strategischen Partner bei bilateralen Maß­nahmen im Agrar- und Er­nährungs­sektor mit einbeziehen – von der Konzeption bis zur Umsetzung”, so Niebel.

Mit Beginn der aktuellen Legis­latur ist das Thema “Länd­liche Ent­wick­lung und Ernährungs­sicherung” zu einem Schwerpunkt des BMZ-Engagements avanciert. Dies spiegelt sich nicht nur in einem deutlich ge­stie­genen Finanz­volumen wider, sondern auch in der Förderung neuer Partner­schaften mit Wissen­schaft, Zivil­ge­sell­schaft und ins­be­son­dere der Privat­wirtschaft.

“Wachstum in der Land­wirt­schaft ist zwei- bis drei­mal so wirksam in der Be­kämpfung von Armut wie Wachs­tum in anderen Wirt­schafts­be­reichen. Es ist eigentlich un­fassbar, dass dies jahr­zehn­te­lang ignoriert wurde. Deshalb brauchen wir unter­neh­me­ri­sches En­gage­ment im Land­wirt­schafts­sektor”, unter­strich Staats­sekre­tär Hans-Jürgen Beerfeltz in seiner Er­öffnungs­rede.

Aus Sicht der Privatwirtschaft ermöglicht es die Ini­ti­a­tive, stra­te­gi­sche Projekte in Entwicklungs- und Schwellen­ländern über das Netzwerk zu koordinieren und so gemeinsam zu einem lang­fristigen Erfolg zu führen. Die Unter­nehmen bringen ihre jeweilige Expertise ein. So unterstützen sie eine Ent­wick­lung der Agrar- und Ernährungs­branche, die politische Ziele wie die Ernährungs­sicherung der Bevölkerung mit nach­haltiger Wirt­schaft­lich­keit verbindet.

“Wir sind sehr erfreut, Gründungs­mitglied dieser neuen Form der Partner­schaft zwischen der deutschen Bun­des­re­gie­rung und der Agrar- und Er­nährungs­wirt­schaft zu sein. Diese bietet eine her­vor­ra­gende stra­te­gi­sche Plattform zur Um­setzung ge­mein­samer, langfristiger Projekte und wird einen nach­haltigen Beitrag zur Sicherung der Ernährung unseres hungrigen Planeten leisten”, erklärte Sandra E. Peterson, CEO der Bayer CropScience.

Der Geschäftsführer der K+S KALI GmbH, Dr. Ernst Andres, dazu: “Über die Koordination in der DIAE möchten wir die Landwirte über eine ausgewogene Düngung ihrer Flächen informieren und so dazu beitragen, dass Potenziale in der Land­wirt­schaft ge­ho­ben und Synergien in der Wert­schöpfungs­kette genutzt werden. Hierzu bringen wir unsere lang­jährige Erfahrung mit Partnern in Forschung und Beratung ein.”

Hubertus Mühlhäuser, Senior Vice President und General Ma­na­ger, Europa, Afrika und Naher Osten von AGCO: “Afrika befindet sich in einer Schlüssel­position, wenn es um nach­hal­tige Nah­rungs­si­che­rung geht. Gemeinsam können wir die Pro­duk­ti­vität der Land­wirt­schaft in Afrika steigern. Das gelingt allerdings nur, wenn Unter­nehmen, öffentliche und staatliche Or­ga­ni­sa­tio­nen sowie lokale Gemeinschaften und af­ri­ka­nische Regierungen an einem Strang ziehen. Des­we­gen unterstützen wir aktiv die Initiative des BMZ.”

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