SUE: Durch Wissen und Begegnung Vorurteile abbauen

Die Stiftung Umwelt und Entwicklung Nordrhein-Westfalen fördert mit 76.000 Euro das Projekt „Roma und Mehrheitsgesellschaft – Interkulturelle Information und Begegnung”. Es soll zu einer besseren Verständigung zwischen Sinti und Roma und der Mehrheitsgesellschaft beitragen.

Der Träger des auf zwei Jahre angelegten Projektes ist der Verein zur Förderung der Roma in Köln. Er verfügt über ein großes Archiv zur Geschichte, Kultur und heutigen Situation von Sinti und Roma, das der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden soll. Der umfangreiche Bestand – u.a. 5.000 Fotos und 500 Grafiken und Gemälde – muss dafür systematisiert und aufbereitet werden. Geplant ist auch die Zusammenstellung von Themendossiers, die, je nach Zielgruppe, über Sinti und Roma oder die deutsche Gesellschaft informieren. Um Wissensvermittlung und interkulturellen Austausch zu verbinden, sollen außerdem Vorträge, Lesungen und Workshops stattfinden.

„Vorurteile und Ressentiments sind oft dadurch bedingt, dass man zu wenig voneinander weiß“, so Gerald Knauf, Projektreferent der Stiftung Umwelt und Entwicklung Nordrhein-Westfalen. „Das Kölner Projekt ist eine gute Möglichkeit, durch Informationen und interkulturellen Austausch zu mehr gegenseitigem Verständnis beizutragen.“

Die Stiftung Umwelt und Entwicklung Nordrhein-Westfalen fördert Projekte von Organisationen, die sich für den Umwelt- und Naturschutz, den Nord-Süd-Dialog, das interkulturelle Lernen und den Fairen Handel einsetzen.
Der Verein zur Förderung der Roma in Köln e.V. und der kooperierende Rom e.V. arbeiten in den Bereichen Bildung, Kultur, Eltern- und Familienarbeit und soziale Beratung.