SEF und Stadt Bonn: "Nachhaltige Mobilität: Den Blick über den Tellerrand hinaus wagen"

    Das 25-jährige Bestehen der Stiftung Entwickung und Frieden (SEF) bot den Anlass für eine Jahrespartnerschaft der Bundesstadt Bonn und der Organisation, die sich als Forum für den deutschen und internationalen Austausch über die politische und soziale Gestaltung der Globalisierung versteht. Auf der Abschlussveranstaltung zur Jahrespartnerschaft anlässlich des Bonn Symposium 2011 der Stiftung Frieden und Entwicklung zog Oberbürgermeister Jürgen eine positive Bilanz der Partnerschaft.

    „In unserer Jahrespartnerschaft haben wir das Thema „Nachhaltige Mobilität“ in den Mittelpunkt gestellt – ein gutes Thema, wie ich finde, denn Mobilität betrifft jeden“, so OB Jürgen Nimptsch. Jeder müsse täglich verschiedene Strecken zurücklegen: Sei es auf dem Weg zur Arbeit, zur Schule oder zur Uni. Und jeder habe auch schon einmal oder regelmäßig die Grenzen unserer Mobilität kennen gelernt mit Staus, Verspätungen im öffentlichen Nahverkehr. „Wie es sich für eine internationale Stadt gehört, möchten wir auch beim Thema nachhaltige Mobilität den Blick über den Tellerrand hinaus wagen“, so der Oberbürgermeister.

    Vom Beispiel Bogotá lernen
    Gemäß dem Motto der Abschlussveranstaltung im Haus der Geschichte „Von Bogotá lernen: Förderung nachhaltigen Mobilitätsverhaltens“ zeigten Experten Möglichkeiten für nachhaltige Lösungen auf. So schaffte es beispielsweise die Hauptstadt Kolumbiens innerhalb von drei Jahren ihr Verkehrschaos in ein vorbildliches Modell für nachhaltigen Stadtverkehr umzuwandeln. Gil Peñalosa, der ehemalige Beauftragte für öffentliche Grünanlagen, Sport und Erholung der Stadt Bogotá und jetzige Geschäftsführer der kanadischen Organisation „8-80 Cities“, hielt den Eröffnungsvortrag. So führten beispielsweise das Schnellbus-System „TransMilenio“ sowie der starke Ausbau von Fahrradwegen zu einer Entspannung des Verkehrssystems in der Sieben-Millionen-Stadt.

    Auf dem Podium diskutierten anschließend Yetmyet Berhanu vom Ministerium für Transport und Kommunikation aus Addis Abeba, Dr. Hedwig Verron vom Umweltbundesamt sowie der Berater Dr. Axel Friedrich.

    Mobilität ist wichtig für wirtschaftliche und soziale Entwicklung
    Mobilität ist ein wesentlicher Faktor für wirtschaftliche und soziale Entwicklung. So sind in vielen Entwicklungsländern, gerade auf dem afrikanischen Kontinent, fehlende Verkehrsverbindungen ein wesentliches Entwicklungshemmnis. Zugleich sind die negativen Folgen von Mobilität nach dem Vorbild der Industriestaaten offensichtlich. Das Credo uneingeschränkter individueller Mobilität stellt nicht nur eine enorme Belastung für Umwelt und Klima dar. Es beeinträchtigt die Menschen auch durch Lärmemissionen oder Stress.

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