05.11.2011 | GERMANWATCH: "Klimawandel, Klimafinanzierung und Klimaschutz – Was muss in Durban erreicht werden?"

Der Klimawandel bringt vielseitige Herausforderungen für alle Länder und Gesellschaften mit sich. Obwohl die Industrienationen die Hauptverursacher sind, trifft der Klimawandel jedoch vor allem die Armen der Welt. Denn viele Entwicklungsländer sind aufgrund ihrer naturräumlichen Gegebenheiten und ihrer aus Armut und technischem Rückstand resultierenden schlechteren Anpassungsfähigkeit anfälliger gegenüber Klimakatastrophen als die Industrieländer.

Im Dezember 2010 wurde auf der UN-Klimakonferenz im mexikanischen Cancún die Grundlage für eine Verbesserung des internationalen Klimaschutzes gelegt. Die Verabschiedung diverser Klimaschutz- und Anpassungspakete sowie die offizielle Akzeptanz aller UN-Staaten für eine maximale Temperaturerhöhung von 2°C im globalen Mittel sind als wegweisende Erfolge zu verzeichnen.

Jedoch: ohne größeren Willen bei den politischen Fragen besteht die Gefahr eines Scheiterns bei dem nächsten Klimagipfel im südafrikanischen Durban. Auf dem afrikanischen Kontinent, wo die Auswirkungen des Klimawandels besonders zu spüren sind, werden die Vertragstaaten der Rahmenkonvention sich im Dezember treffen, um einerseits über die Zukunft des im Jahr 2012 ablaufenden Kyoto-Protokolls zu verhandeln. Anderseits müssen sie die Weichen für zentralen Elemente und höhere Klimaschutzziele stellen, um gefährliche Klimafolgen zu vermeiden.

Auf der Veranstaltung möchten wir sowohl das Interesse der Studenten in Nordrhein-Westfalen – vor allem derjenigen, die aus dem Süden stammen – für das Thema “Klimawandel” als auch der Interessierten Bürger der Region wecken. Besonders wichtig ist uns dabei, die  Verletzlichkeit der Entwicklungsländer zu verdeutlichen und konkrete Handlungsmöglichkeiten aufzuzeigen. Außerdem wollen wir darstellen, wie dringend die Verabschiedung eines gerechten Klimaabkommens in Durban ist – das sowohl die weltweiten CO2-Emissionen unter der unabdingbaren 2-Grad-Leitplanke hält als auch Hilfe für die Anpassungsprogramme der Entwicklungsländer garantieren muss. Denn ohne eine gerechte Finanzierung wird es kein völkerrechtlich verbindliches  Abkommen geben.

Einige der zentralen Fragen werden sein:

  • Welche Folgen des Klimawandels sind, insbesondere in den Entwicklungsländern, bereits jetzt  zu beobachten und was ist in Zukunft zu erwarten?
  • Was bedeutet der Green Climate Fund für Entwicklungsländer?
  • Welche Rolle spielt die Entwicklungszusammenarbeit in der Klimadebatte?

Programm

  • 10:00-10:15           Begrüßung der Gäste und  Vorstellung des Tagesablaufs
  • 10:15-11:00           Aktuelle Fakten zum Klimawandel, globale Gerechtigkeit und die Hürden vor Durban. Einführung von Stefan Rostock, Germanwatch
  • 11:00-11:30           Klimawandel in Afrika: wichtige Forderungen des Kontinents in den  Verhandlungen. Alpha Kaloga, Germanwatch
  • 11:30-12:00           Diskussion
  • 12:00-13:00           Buffet: bilateraler Austausch zwischen den Teilnehmern
  • 13:00-13:45           Entwicklungspolitik und Klimapolitik. Dr. Ludger Reuke, Germanwatch
  • 14:00-14:45           Was sind die Auswirkungen des Klimawandels auf die Gesundheit?  Dr. Winfried Zacher, Germanwatch
  • 14:45-15:15           Ein Vergleich der Funds zu Finanzierung von Anpassungsmaßnahmen unter der UN-Klimarahmenkonvention (UNFCCC), Alpha Kaloga, Germanwatch
  • 15:15-16:00           Diskussion

Wann: 5. November 2011, 10 bis 16 Uhr

Wo: Evangelische Studierendengemeinde Königstraße 88, Bonn

Um vorherige Anmeldung per E-Mail wird gebeten.

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