03-05.09.2011 | 64. UN DPI/NGO Konferenz

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    Allgemeine Informationen zur Konferenz und den RSS-Feed der Konferenz finden Sie hier auf dem Bonn Sustainability Portal.

    Bonn ist vom 3. bis 5. September Schauplatz einer der wichtigsten Konferenzen zur Vorbereitung des Treffens “Rio+ 20”, das im nächsten Jahr eine Bilanz nach dem “Erd-Gipfel” von Rio 1992 ziehen will. Zur 64. Konferenz des Department of Information der Vereinten Nationen (DPI), das damit den Nichtregierungsorganisationen (NGO) die Möglichkeit einräumt, miteinander in Kontakt zu kommen, haben sich mehr als 2 000 Teilnehmer aus aller Welt registriert. “Wir sind beglückt, in einer Reihe mit Paris, Mexiko und Melbourne als Veranstaltungsort zu stehen”, sagte Oberbürgermeister Jürgen Nimptsch kurz vor Beginn der Tagung.

    Flavia Pansieri, Exekutiv-Koordinatorin der UN Volunteers fügte hinzu: „Wir hätten uns keine bessere Stadt als Bonn für diese Tagung vorstellen können.“ Es seien auch noch nie so viele Teilnehmer angemeldet gewesen. Das zeige, wie sehr das Konferenzthema „Nachhaltige Gesellschaften: Verantwortungsvolle Bürger“ die Menschen bewege.

    Das Treffen hat das Ziel, Nachhaltigkeit und ziviles Engagement zu verbinden, so Flavia Pansieri: „Wir müssen unsere Lebensgewohnheiten ändern. Das ist schwierig, aber notwendig“. Die Tagung wird mit einer Deklaration enden, die die Generalversammlung der Vereinten Nationen „nicht überhören könne“, so Maria-Luisa Chavez, die bei DPI für die NGO zuständig ist. Die Ergebnisse der Bonner Konferenz werden in die Beratungen der UNO-Generalversammlung einfließen, die im Dezember 2011 über den zehnten Jahrestag des Internationalen Jahrs der Freiwilligenarbeit debattieren wird.

    „Wir leben über die Verhältnisse unserer Erde“, brachte Konferenzleiter Felix Dodds die Notwendigkeit auf den Punkt, nicht nur über Nachhaltigkeit zu reden, sondern auch zu handeln. „Unsere Generation ist die unverantwortlichste, die der Planet je erlebt hat“. Die Gesellschaft privatisiere die Gewinne und sozialisiere die Verluste nicht nur bei den Finanzen, sondern auch bei Klimafragen. Es sei dringend erforderlich, durch die Gründung eines Welt-Umweltrates ein Gremium von ähnlicher Bedeutung wie der Weltsicherheitsrat zu schaffen, dem derzeit drängende Klima- und Umweltfragen vorgelegt würden.

    Bernward Geier, der die deutschen NGO-Gruppe koordiniert, wies darauf hin, dass die Konferenz auch „in die Stadt getragen werde“. Ein Rahmenprogramm ermöglicht es Bürgerinnen und Bürgern, sich über nachhaltige Entwicklung und Freiwilligenarbeit zu informieren. Wie schon angekündigt, werden heute Abend ab 20 Uhr renommierte Experten „von Weltformat“ im Brückenforum, Friedrich-Breuer-Straße 17, über die Chancen ausreichender Ernährung mit Bürgern diskutieren. Die kostenlose Veranstaltung, die von Oberbürgermeister Jürgen Nimptsch eröffnet wird, trägt den Titel „Unser täglich Reis: Machbar für alle! – Aber wie?“.

    Ein Konferenz-Blog unter http://www.ngo-un-conference-blog.org/ ermöglicht es Bürgerinnen und Bürger, am heimischen PC oder Laptop die Konferenz zu verfolgen.

    Von der Tagung bleibt in Bonn übrigens ein grünes Andenken zurück: DPI-Chef und Untergeneralsekretär Kiyo Akasaka und Oberbürgermeister Jürgen Nimptsch werden am Samstag, 3. September, 9 Uhr, an der Kurt-Georg-Kiesinger-Allee einen Rotdornbaum pflanzen. Bürgerinnen und Bürger sind eingeladen, an der Zeremonie teilzunehmen. Gleichzeitig steigen 64 Luftballons auf, einer für jede DPI/NGO-Konferenz. Der 13-jährige Felix Finkbeiner, der 2007 die weltweite Initiative „Plant for the planet“ in Leben rief, wird zum Abschluss sprechen. In seinem Vortrag „Stop Talking – Start Planting“ wird er über sein Engagement berichten.

    Weitere Informationen zur Konferenz auf der offiziellen Internetseite: www.undpingoconference.org.

    Pressemitteilung