BMZ: Struktur­reform wird mit dem One-Stop-Shop für En­gage­ment in Deutsch­land fortgesetzt

    Zum ersten Mal in der Ge­schichte der deutschen Ent­wick­lungs­poli­tik wer­den die bis­lang zer­split­terten Pro­gram­me der zivil­ge­sell­schaft­lichen und kom­mu­nalen Zu­sam­men­arbeit des BMZ unter dem Dach einer ein­zigen Ser­vice­stelle für bür­ger­schaft­liches und kom­mu­nales En­gage­ment gebündelt.

    Staats­sekretär Hans-Jürgen Beer­feltz: “Aus einem Dschungel un­über­sicht­licher An­ge­bote machen wir eine einzige Ansprech- und Bera­tungs­stelle für jede Art von Bür­ger­engage­ment und kom­mu­naler Zu­sam­men­arbeit mit einer Adresse, einer Tele­fon­num­mer und einer Web­site. Ziel dieser weit­rei­chenden Re­orga­ni­sa­tion ist, ent­wick­lungs­poli­tisch en­ga­gierte Men­schen und Orga­ni­sa­tionen kun­den­freund­lich und bür­ger­nah zu unter­stüt­zen. Damit wol­len wir die Zahl en­ga­gierter Bür­ger – im Augen­blick rund eine Mil­lion Menschen – in den kom­menden Jah­ren verdoppeln.”

    Nachdem im letzten Jahr die staatliche Technische Zusammen­arbeit in der Deutschen Ge­sell­schaft für inter­natio­nale Zu­sam­men­arbeit (GIZ) er­folg­reich fusio­niert wurde, steht das Jahr 2011 im Zeichen einer grund­legen­den Struk­tur­re­form der Zu­sam­men­arbeit des BMZ mit der Zivil­gesell­schaft und den Kommunen.

    Staatssekretär Hans-Jürgen Beerfeltz: “Mit dem breiten Angebot an hand­lungs­orien­tierter In­for­ma­tion, Be­ra­tung, För­de­rung und Quali­fi­zie­rung schaffen wir eine in dieser Form welt­weit ein­ma­lige Platt­form für ent­wick­lungs­poli­tisches Engage­ment. Damit wol­len wir das Engage­ment un­zäh­liger Menschen und Orga­ni­sa­tionen sicht­barer machen und ein deut­liches Zeichen für eine dynamische und inno­va­tive Bür­ger­gesell­schaft setzen.”

    In den zukünftig von der Service­stelle betreuten Pro­grammen wer­den der­zeit pro Jahr 1.780 deutsche Nicht­re­gie­rungs­orga­ni­sa­tionen fi­nan­ziell ge­för­dert, 7.610 Fach­kräfte und Frei­willige in welt­weit über ein­hun­dert Län­der ent­sandt, mit 5.040 staat­lichen Part­nern wie Län­dern, Kom­munen, Schulen und Uni­ver­si­täten ko­ope­riert, rund eine Mil­lion Kon­takte zu Bür­ger­innen und Bür­gern durch Ver­an­stal­tungen, Aktionen, soziale Netz­werke und anderes gepflegt. Unter anderem die fol­genden Ein­rich­tungen und För­der­pro­gramme wer­den zu­künf­tig in der Ser­vice­stelle be­treut: bengo (Beratungs­stelle für pri­vate Träger in der Ent­wick­lungs­zu­sam­men­arbeit), der Senior Experten Service, das Sekre­tariat Ziviler Frie­dens­dienst (ZfD), das Sekre­ta­riat des Jugend­frei­wil­ligen­dienstes welt­wärts, die Ser­vice­stelle für Kom­munen in der Einen Welt (SKEW), das Pro­gramm Arbeits- und Studien­auf­ent­halte (ASA) sowie die Pro­gramme der ent­wick­lungs­poli­tischen Bildungs- und Rück­kehr­arbeit.

    Bestehende Netzwerke und Erfahrungen werden so miteinander ver­knüpft und wir­kungs­voller ge­stal­tet. Mit er­wei­terten An­ge­boten zur Quali­fi­zie­rung und Eva­luie­rung soll die Arbeit der en­ga­gierten Per­sonen, Vereine, Ein­rich­tungen, Unter­neh­men und Kom­munen noch bes­ser und er­geb­nis­orien­tierter werden.

    Die Servicestelle wird ihre Arbeit Anfang 2012 mit Haupt­sitz in Bonn und regio­nalen Büros in einigen Bun­des­län­dern auf­neh­men. Zur Namens­ge­bung der neuen Orga­ni­sa­tion hat Staats­sekre­tär Beer­feltz einen öffent­lichen Ideen­wett­bewerb ausgeschrieben.

    Pressemitteilung