Neue Servicestelle für bürgerschaftliches und kommunales Engagement

    Im Zuge der Reform der entwicklungspolitischen Vorfeldorganisationen hat das Bundeskabinett im Sommer 2010 die Gründung einer Servicestelle für bürgerschaftliches und kommunales Engagement beschlossen. Sie wird als gemeinnützige GmbH in Besitz des Bundes gegründet und ihre Arbeit voraussichtlich Anfang 2012 in Bonn aufnehmen. Dies geht aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen hervor. Mit der neuen Servicestelle sollen verschiedene Ziele verfolgt werden, darunter die Mobilisierung von bürgerschaftlichem Engagement, eine höhere Wirksamkeit der Entwicklungspolitik von Zivilgesellschaft und Kommunen in Deutschland und in den Partnerländern und schließlich die Koordinierung und Kohärenz von bisher organisatorisch zersplitterten Dienstleistungen und Verwaltungsverfahren. Nach den bisherigen Planungen des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) werden folgende Einrichtungen und Programme in der neuen Servicestelle zusammengefasst: die Beratungsstelle für private Träger in der Entwicklungszusammenarbeit (bengo), das Sekretariat des weltwärts-Programms und des Zivilen Friedensdienstes, Programme der Entwicklungspolitischen Bildungsarbeit einschließlich des Programms für Arbeits- und Studienaufenthalte im Ausland (ASA) und Entwicklungspolitisches Schulaustauschprogramm (ENSA), die Servicestelle für Kommunen in der Einen Welt (SKEW) sowie die Rückkehrarbeit und Qualitätssicherung. Die Einrichtungen und Programme sollen dabei mit ihrer Marke erhalten bleiben. Auch die bestehenden Mitwirkungsgremien bleiben unverändert bestehen. Ferner ist keine Verschiebung der Themenbereiche der Servicestelle Kommunen in der Einen Welt geplant.
    http://dipbt.bundestag.de/dip21/btd/17/051/1705164.pdf, http://dipbt.bundestag.de/dip21/btd/17/049/1704956.pdf

    Quelle: EINE WELT NACHRICHTEN Nr. 111 April 2011