Stadt Bonn: Europäisches Netzwerkprojekt zu den UN-Millenniumsentwicklungszielen gegründet

Die Intensivierung des Erfahrungsaustausches und die Förderung der entwicklungspolitischen Bildungsarbeit zu den UN-Millenniumsentwicklungszielen sind Schwerpunkte eines europäischen Netzwerkprojektes unter Federführung der Stadt Bonn. Das Projekt ist auf drei Jahre angelegt und wird mit Mitteln der Europäischen Union gefördert.

Die Entwicklungsziele wurden im Jahr 2000 von den Vereinten Nationen verabschiedet und sollen dazu beitragen, bis zum Jahr 2015 Hunger und extreme Armut zu reduzieren, Demokratisierung und Gleichberechtigung zu fördern und die Umwelt zu schützen. Kommunen und Nichtregierungsorganisationen können in vielfältiger Weise dazu beitragen, um Entwicklungsziele zu erreichen. Beispiele hierfür sind die Förderung des fairen Handels, die nachhaltige Beschaffung oder Maßnahmen im Bereich des Bildungs- und Gesundheitswesens.

Darüber hinaus ist die lokale Ebene in besonderer Weise geeignet, die Öffentlichkeit für Entwicklungsthemen zu sensibilisieren. Die Stadt Bonn kommt mit dem Projekt dem Wunsch vieler kleinerer Vereine und Initiativen entgegen, die sich mehr Unterstützung und eine bessere Wahrnehmung ihrer Arbeit wünschen. Geplant sind regelmäßige Netzwerktreffen, die Einrichtung einer Internetseite, die Erarbeitung von Informationsmaterialien und öffentliche Veranstaltungen wie Projekttage oder Ausstellungen. Neben Potsdam und Oxford gehören die Städte Villach (Österreich) und Sopron (Ungarn) sowie das „Klima-Bündnis der europäischen Städte mit indigenen Völkern der Regenwälder e. V.“ mit seinen Partnerorganisationen in Österreich und Ungarn als Partner dem Projekt an. Darüber hinaus wird das Projekt von der Servicestelle Kommunen in der Einen Welt und der UN-Millenniumskampagne in Bonn unterstützt.

Ein erstes lokales Netzwerktreffen wird voraussichtlich Anfang April stattfinden. Nähere Informationen: Stefan Wagner, Vorstandsreferat für internationale Angelegenheiten und Repräsentation, Telefon: 77 35 00

Quelle: Agenda 21 aktuell, März/April-Ausgabe: Agenda-Newsletter 02/11