Stadt Bonn: Eichelhäher und Co. auf der Spur

Mit dem Hasen Felix die Natur entdecken – dazu lädt der Weg der Artenvielfalt auf der Waldau ein. Nun ist der Erlebnispfad um einen Station reicher: Gemeinsam mit 25 Kindern der 2. und 4. Klasse der Marienschule weihten Stadtförster Sebastian Korintenberg, Dieter Fuchs, Leiter des Amtes für Stadtgrün, und David Baier, Abteilungsleiter im Amt für Stadtgrün, am Montag, 14. Februar die neue Vogelbeobachtungsstation ein.

Die Kinder waren die ersten Besucher, die sich auf die Spur der gefiederten Bewohner des Waldes begaben. Die Forstwirte der Stadtförsterei haben die barrierefreie Hütte errichtet. Das Holz dafür stammt aus dem Bonner Stadtwald und ist durch den Forest Stewartship Council (FSC) zertifiziert. In der Station kann der interessierte Besucher die Vogelwelt der Waldau erforschen. Mehrere Bestimmungstafeln helfen beim Erkennen von Eichelhäher und Co. Mit dabei ist auch wieder die beliebte Comicfigur Hase Felix. Dessen Zeichnerin Annette Langen war auch zur Einweihung der neuen Vogelbeobachtungsstation gekommen. Auch Manfred Hören vom Landesbetrieb Wald und Holz NRW und Jürgen Wissmann, Vize-Vorsitzender des Naturschutzbundes Bonn informierten sich vor Ort über den Neuzugang für den Weg der Artenvielfalt. Die neue Station für den Weg der Artenvielfalt wurde aus Haushaltsmitteln der Stadt Bonn finanziert. Die Einweihung der Vogelbeobachtungshütte markiert den Auftakt der Aktivitäten der Stadt Bonn im Rahmen des Internationalen Jahres der Wälder. Im März folgt eine Ausstellung dazu im Haus der Natur.

Der „Bonner Weg der Artenvielfalt” wurde anlässlich der 9. UNO-Vertragsstaatenkonferenz zur Konvention der biologischen Vielfalt im Mai 2008 in Bonn eingerichtet. Auf rund 2,3 Kilometern Länge lernen die Besucher durch ungewohnte Ein- und Ausblicke den Lebensraum Wald in seiner Bedeutung für die Artenvielfalt und als Ressource für den Menschen kennen. Mehrere Erlebnisstationen, wie beispielsweise ein Laubtunnel, ein Barfußpfad, ein Dendrophon aus heimischen Hölzern oder eine Fell-Taststation wecken Neugier und laden zur aktiven Wahrnehmung des Waldes und der Kulturlandschaft im Süden Bonns ein. Zahlreiche Sponsoren und Spendengelder ermöglichten die Umsetzung. Der Weg ist barrierefrei und für Menschen mit Geh-, Seh- oder Hörbehinderungen besonders geeignet. Für Senioren stehen mehrere Bänke zur Verfügung, an zwei Schutzhütten kann ein Picknick gemacht werden.

Dieser Weg ergänzt und aktualisiert die Bildungsarbeit im benachbarten Haus der Natur. Zusammen mit dem „Grünen Klassenzimmer” und dem „Bauerngarten” bietet das viel besuchte Naherholungsgebiet Waldau mit Anschluss an den ÖNV einen informellen Lernort. Spezielle Veranstaltungen (Waldtage, Waldjugendspiele, Exkursionen, Ferienprogramme) ergänzen das waldpädagogische Angebot. Zielgruppe sind alle Bevölkerungsschichten. Der Weg ist barrierefrei und die meisten Angebote sind kostenlos. Im Jahr 2008 wurde der Bonner Weg der Artenvielfalt als offizielles Projekt der UNO-Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung” ausgezeichnet. Weitere Informationen auf www.bonn.de , Suchbegriff „Bonner Weg der Artenvielfalt”.

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