Das internationale Gesicht der Stadt Bonn

    Seit Mittwoch zeigt die Bundesstadt wieder einmal ihr internationales Gesicht: 1 000 Delegierte aus 190 Ländern diskutieren im ehemaligen Plenarsaal über neue Wege gegen Wüstenbildung und Dürre.

    Die Konferenz des in Bonn ansässigen UN-Wüstensekretariats tagt noch bis zum 25. Februar. Und es wird nicht der letzte hochkarätige Kongress in diesem Jahr bleiben. Hier eine Auswahl:

    • 3. bis 5. Juni: World Congress on Cities and Adaptation to Climate Change. Die internationale Konferenz befasst sich mit den Folgen des Klimawandels für Städte weltweit. Ausrichter ist das Städtenetzwerk ICLEI mit dem Weltbürgermeisterrat zum Klimawandel (WMCCC). 500 Teilnehmer.
    • 6. bis 17. Juni: Konferenz der Nebenorgane des Sekretariats der Rahmenkonvention der Vereinten Nationen zum Klimawandel. 3 500 Teilnehmer.
    • 20. bis 22 Juni: Global Media Forum der Deutschen Welle zum Thema “Human Rights in a Globalized World – Challenges for the Media”. 1 500 Medienleute diskutieren über Menschenrechte im Zeitalter der Globalisierung.
    • 30. bis 31. August: Internationale Innovationskonferenz der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ). Zentrale Fragestellung: Kooperation zwischen den Ländern Lateinamerikas und der Karibik sowie Europa. 200 Teilnehmer.
    • 31. August bis 3. September: VISTA-Konferenz des in Bonn ansässigen Internationalen Paralympischen Komitees. 300 Delegierte.
    • 3. bis 5. September: DPI/NGO Konferenz: “Sustainable Societies – Responsive Citizens”. Die Bundesrepublik hatte sich mit der Stadt Bonn im Herbst 2010 erfolgreich um diese Konferenz beworben. Sie wird vom Department of Public Information der Vereinten Nationen gemeinsam mit dem Freiwilligenprogramm der UN und der Bundesregierung organisiert. Es werden etwa zweitausend Vertreter von Nichtregierungsorganisationen aus aller Welt erwartet. Die Konferenz gilt als wichtiges Zusammentreffen von Nichtregierungsorganisationen in Vorbereitung auf die “Rio +20”-Konferenz im Jahr 2012.
    • 6. bis 9. September: IUCN Pan-European Conservation Forum. Die internationale Union für die Bewahrung von Natur hält ihr pan-europäisches Treffen der Regionen West- und Osteuropas sowie Nord- und Zentralasiens in Bonn ab. Es ist das älteste und größte globale Umweltnetzwerk. Etwa 200 Delegierte.
    • 16. bis 18. November: Internationale Konferenz “The Water, Energy and Food Security Nexus – Water Resources in the Green Economy” der Bundesministerien für wirtschaftliche Zusammenarbeit und für Umwelt. 600 Teilnehmer.

    Im November soll eine Afghanistan-Konferenz stattfinden. Es folgt der Gründungskongress “Bündnis Kommunen für Biologische Vielfalt”. Für solche Projekte hat die Stadtverwaltung nach eigenen Angaben rund 2,75 Millionen Euro an Drittmitteln eingeworben, hauptsächlich aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung. Der größte Teil davon wird für die Förderung internationaler Konferenzen und Ansiedlungen eingesetzt.

    Quelle: General-Anzeiger, Artikel vom 17.02.2011