Stadt Bonn: Nachhaltiges Weihnachten

    Mehr als 28 Millionen Weihnachtsbäume werden auch in diesem Jahr Deutschlands Wohnzimmer schmücken. Davon stammen rund 70 Prozent aus Deutschland, der Rest wird meist aus Dänemark importiert. In Deutschland liegen die wichtigsten Anbaugebiete in Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Schleswig-Holstein.Die Mehrzahl der Weihnachtsbäume stammt aus Baumplantagen, wo sie unter Düngemittel- und Pestizideinsatz herangezogen werden und weite Transportwege zurücklegen müssen. Dazu gehören besonders Blaufichten, Nordmann- und Edeltannen. Auch Weißtannen sind für Umweltfreunde tabu, denn die stehen auf der Roten Liste für bedrohte Arten. Daher empfiehlt es sich, heimische Fichten, Kiefern oder Tannen von land- und forstwirtschaftlichen Betrieben in der Region, möglichst mit einem Öko-Zertifikat (zum Beispiel Naturland), zu kaufen. Die Verbraucher sollten den Verkäufer nach der Herkunft und der Art der Aufzucht der Bäume fragen.

    Weihnachtsbaum gegen Spende

    Einen Christbaum erwerben und dabei noch Gutes tun – das können Bonner bei der Weihnachtsbaumaktion des Instituts für Nutzpflanzenwissenschaften und Ressourcenschutz der Universität Bonn:

    Vom 18. bis 23. Dezember geben die Studenten Bäume verschiedenster Größe gegen eine Spende ab. Die Bäume kommen aus der Eifel und stammen aus einem Renaturierungsprogramm. Die Spenden kommen unter anderem der Deutschen Kinderkrebsstiftung und der Bonner Tafel zu Gute.

    Öffnungszeiten: im oben angegebenen Zeitraum täglich von 13.30 bis 17.30 Uhr im Nutzpflanzengarten der Botanischen Gärten, Eingang Carl-Troll-Straße.

    LED-Lichterketten sparen StromBeim Weihnachtsschmuck wird zu langlebigen Produkten aus Ton, Stroh, Filz oder Glas geraten. Beim elektrischen Lichterketten-Schmuck sollten LED-Lichterketten bevorzugt werden. Sie sparen 85 Prozent Energie und besitzen eine hohe Lebensdauer. Außerdem sind sie flackerfrei, so dass die Augen weniger schnell ermüden.

    Im neuen Jahr können die ausgedienten Weihnachtsbäume an den Tagen der Bioabfuhr an der Straße zur Abholung bereitgestellt werden. Die genauen Abholtermine gibt es im Abfallplaner, der dieser Tage zugestellt wurde.

    Regionale Produkte für die Festtagstafel In der Advents- und Weihnachtszeit wird auch gut und reichlich gegessen. Eine gute Gelegenheit, regionale Produkte aus biologischem Anbau zu bevorzugen. Bioqualität ist inzwischen sogar in jedem Supermarkt oder speziellen Biosupermärkten erhältlich. Im konventionellen Handel sollte man bei Schokolade, Kaffee, Kakao und anderen Genussmitteln auf Produkte mit Fairtrade-Siegel achten, welches garantiert, dass Arbeits- und Anbaubedingungen korrekt sind. Ein Tipp des Stadtförsters: Wildfleisch aus der Region ausprobieren. Das Fleisch von Reh, Hirsch und Wildschwein schmeckt aromatisch, enthält viele Mineralstoffe und ist dabei fettarm.

    Geschenke aus dem Weltladen

    Darüber hinaus findet man in Weltläden eine große Anzahl von Produkten

    – nicht nur aus dem Nahrungsmittelsektor, sondern auch aus dem kunsthandwerklichen Bereich bis hin zu Bekleidung, die über anerkannte Fairtrade-Organisationen zu uns gelangen.

    Bei den Geschenken sollte man sich ebenfalls für langlebige und qualitativ hochwertige Produkte entscheiden, die nicht so schnell weggeworfen werden. Eine gute und beliebte Alternative sind natürlich immer wieder auch Gutscheine jeglicher Art.

    Pressemitteilung