BMU: Vernetzung ist von zentraler Bedeutung für die Erhaltung der biologischen Vielfalt

Die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesumweltministerium, Ursula Heinen-Esser, hat dazu aufgerufen, die zunehmende Isolierung der Rückzugsgebiete von Tieren und Pflanzen zu überwinden. “In unserer dicht besiedelten Landschaft werden naturnahe Lebensräume immer weiter auf inselartige Restbestände zurück gedrängt. Das schränkt ökologische und genetische Austauschprozesse zunehmend ein. Wir brauchen daher dringend die Vernetzung der ökologisch wertvollen Gebiete in einem wirksamen Verbundsystem, auch über die Grenzen von Bundesländern hinweg”, sagte Heinen-Esser in Bonn zur Eröffnung des zweitägigen “Dialogforums Biotopverbund” vor rund 150 Teilnehmern aus Politik und Gesellschaft.

In Deutschland sind immer noch ein Drittel aller Tierarten und ein Viertel aller Pflanzenarten gefährdet. Drei Viertel der natürlichen und naturnahen Lebensräume sind bedroht. Ein Grund für den Biodiversitätsverlust ist der anhaltende Flächenverbrauch für Siedlungs- und Verkehrszwecke und die daraus resultierende Verinselung naturnaher Lebensräume. “Neben der Sicherung ökologisch wertvoller Flächen in Schutzgebieten kommt daher der Errichtung eines funktionalen und zusammenhängenden Biotopverbunds eine zentrale Bedeutung für die Erhaltung der biologischen Vielfalt zu”, so Heinen-Esser.

Das “Dialogforum Biotopverbund” wird gemeinsam vom Bundesumweltministerium und dem Bundesamt für Naturschutz veranstaltet. Die Fachtagung ist Teil eines Dialogprozesses zur Nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt. Diese Strategie, die 2007 von der Bundesregierung beschlossen wurde, bildet den Kern der Naturschutzpolitik in Deutschland. Sie definiert rund 330 Ziele und benennt rund 430 Maßnahmen, die nach einem konkreten Zeitplan erreicht werden. Sie ist eine Strategie der ganzen Bundesregierung, mit deren Umsetzung die Gefährdung der biologischen Vielfalt aufgehalten und eine Trendwende erreicht werden soll.

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