Stadt Bonn: Keine Grabsteine aus Kinderarbeit

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Geliebten Menschen wird mit wundervoll gearbeiteten Grabsteinen gedacht. Manchmal soll es ein exotischer Stein sein. Solche Anfertigungen stammen häufig aus südostasiatischen Ländern, wo Kinder zur Arbeit in Steinbrüchen gezwungen werden. Ein neues Faltblatt soll Verbraucher aufklären, wie sie Produkte aus Kinderarbeit erkennen können.

Gemeinsam mit der Bildhauer- und Steinmetzinnung sowie dem Verein Earthlink hat die Stadt Bonn den Flyer mit einer Auflage von zunächst 20.000 Exemplaren entwickelt. Darin wird über die vielfältigen Bearbeitungs- und Gestaltungsmöglichkeiten von Steinen aus der Region informiert. Im Fall exotischer Steine kann eine seriöse Zertifizierung gewährleisten, dass Grabstein nicht aus Steinbrüchen oder weiterverarbeitenden Betrieben stammen, in denen Kinder ausgebeutet werden. Auch darüber gibt das Faltblatt Auskunft. Es ist bei den Steinmetzbetrieben der Region, den Bestattern in Bonn sowie beim Amt für Stadtgrün erhältlich und kann dort online heruntergeladen werden.

Zum Flyer auf der Seite des Amtes für Stadtgrün

Die Kommunen sind in Nordrhein-Westfalen laut Landesgesetzgebung nicht ermächtigt, ein Verbot von Grabsteinen aus Kinderarbeit in der Friedhofssatzung festzuschreiben. Die Stadt Bonn setzt deshalb auf Aufklärung der Bürgerinnen und Bürger.

Weltweit müssen nach Schätzungen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) mit Sitz in Genf zirka 211 Millionen Kinder unter 15 Jahren arbeiten. 186 Millionen von ihnen setzen unter unmenschlichen Bedingungen unter anderem in Steinbrüchen ihre Gesundheit aufs Spiel. Hier werden nicht nur Pflastersteine hergestellt, sondern auch alle übrigen Produkte der Natursteinindustrie, wie beispielsweise Grabsteine.

Pressemitteilung

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