Don Bosco JUGEND DRITTE WELT: Sonderpreis von Entwicklungsorganisationen für Begegnung auf Augenhöhe

„Gehen Kinder wie wir woanders auch in die Schule?“ Kinder wie wir – das sind körperbehinderte Schülerinnen und Schüler der Christophorusschule in Bonn. Einige der Förderschüler fliegen schon bald nach Tunesien, um der Frage auf eigene Faust nachzugehen. Für ihre langjährige Partnerschaft mit einer tunesischen Förderschule gewannen die Bonner den Sonderpreis beim Schulwettbewerb des Bundespräsidenten „Eine Welt für Alle“, der heute im Schloss Bellevue in Berlin vergeben wurde. Erstmalig ausgelobt wurde der Preis von den Partnern des Wettbewerbs, der Kindernothilfe (Duisburg), dem Kindermissionswerk „Die Sternsinger“ (Aachen), der Deutschen Lepra-und Tuberkulosehilfe (Würzburg) und Don Bosco Jugend Dritte Welt (Bonn), in der diesjährigen Wettbewerbsrunde.

Der Sonderpreis ist ein Schüleraustausch mit der tunesischen Partnerschule über das ENSA-Programm des Bundesministeriums für Entwicklung und wirtschaftliche Zusammenarbeit (BMZ). Die Christophorusschule wurde ausgewählt, weil sie „ein beispielhaftes Partnerschaftsprojekt durchführt, das ,auf Augenhöhe’ stattfindet“, so die Begründung der Jury, die aus Vertretern der auslobenden Entwicklungsorganisationen bestand. Die Aktivitäten zeigten, dass eine gelungene Nord-Süd-Partnerschaft nicht allein von Intellekt und Wissen abhinge, sondern ganz einfach darauf beruhe, dass sich Menschen begegneten, die ähnliche Lebensgrundlagen hätten.

„Hier begegnen sich Menschen mit Behinderungen aus zwei verschiedenen Kulturen, die in ihrer eigenen Gesellschaft selbst am Rand stehen“, so Jean-Paul Muller, geschäftsführender Vorstand von Don Bosco Jugend Dritte Welt, der heute stellvertretend für alle Partnerorganisationen den Preis überreichte. „Sie zeigen uns, die wir täglich für den Abbau von Barrieren zwischen Nord und Süd kämpfen, wie leichtfüßig und ungekünstelt die Suche nach Gemeinsamkeiten die Unterschiede in den Hintergrund rückt.“

Der Sonderpreis der Wettbewerbspartner soll einen Anreiz geben, Aktivitäten zum Globalen Lernen zu initiieren und nach außen zu tragen. Gleichzeitig wird mit der Preisvergabe verdeutlicht, dass viele Schulen sich vorbildlich und erfolgreich für den Lernbereich Globale Entwicklung einsetzten. Mit ihrem Engagement erinnern die Jugendlichen aus Bonn an die notwendige Realisierung von Inklusion, die in Deutschland noch längst nicht alle Bereiche des gesellschaftlichen Lebens erreicht hat.

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Benedict Steilmann

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