CARE: “Neue Studie zeigt alternative Vision für Waldschutz auf”

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Ein Zusammenschluss von mehr als 100 Organisationen warnt davor, dass die Verhandlungen zum Klimaschutz für Wälder, die diese Woche während der Bonner Klimagespräche stattfinden, sich zu stark auf Emissionsauszahlungen konzentrieren. Dabei müssten die Rechte der 300 Millionen Menschen, die in und von den Wäldern leben, viel stärker berücksichtigt werden. Dies geht aus einem Bericht hervor, den der so genannte Accra Caucus heute in Bonn vorgestellt hat. CARE ist Mitglied des Accra Caucus.

Der Bericht „Realising Rights, Protecting Forests: An Alternative Vision for Reducing Deforestation” schlägt eine alternative Vision vor, um die Ziele des Waldschutzes (REDD, Reducing Emissions from Deforestation and Degradation) zu erreichen. Hinterlegt mit Fallstudien aus mehreren Ländern setzt der Bericht auf sozial gerechte Grundsätze und Maßnahmen, die die Ursachen der Abholzung bewältigen, statt sich allein auf Emissionen zu fokussieren. „Jedes globale Abkommen zum Waldschutz muss soziale Richtlinien beinhalten, um die Rechte der Menschen, die vom Wald leben, zu schützen“, sagt Raja Jarrah, CARE-Experte zu REDD und Mitherausgeber des Berichts. „Ich befürchte jedoch, dass das derzeit verhandelte REDD-Abkommen ohne jeglichen Schutz der Rechte abgeschlossen wird.“

Der Bericht nennt drei wesentliche Komponenten des Waldschutzes: Vollständige und effektive Teilnahme der Bewohner, sichere und faire Landrechte sowie gemeindebasiertes Landmanagement. Dies wird unterstrichen durch Fallstudien aus Indonesien, Ecuador, der Demokratischen Republik Kongo, Brasilien, Kamerun, Papua Neu Guinea, Tansania und Nepal. Der Bericht argumentiert, dass ein Mechanismus zum Stopp der Abholzung und Walddegradation nicht allein dem Klimaschutz sondern auch den Menschen, die vom Wald leben, zu Gute kommen muss.

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