DNR: Die neue Atomspaltung

    Die Pläne der Koalitionsfraktionen, die Laufzeiten der Atomkraftwerke auf 60 Jahre zu erweitern, beschädigen nach Ansicht von Hubert Weinzierl, Präsident des DNR, und des für Energiefragen zuständigen DNR-Präsidiumsmitglieds, Michael Müller, den inneren Frieden.

    Nach den Plänen der schwarz-gelben Koalition in Berlin sollen die 17 Atomkraftwerke in Deutschland 60 Jahre am Netz bleiben, so dass die nukleare Stromerzeugung erst im Jahre 2050 auslaufen wird. Nach Ansicht des DNR wollten CDU/CSU und FDP nicht einmal den alten Zustand wieder herstellen, der bis zum Ausstiegsgesetz von 2001 gegolten habe, sondern noch weit über die früheren Fristen hinausgehen. Die Atomkraftwerke in Deutschland seien bis 2001 auf eine Laufzeit von 40 Jahren ausgerichtet gewesen.

    Selten habe eine Regierungskoalition sich so offen zum Interessenvertreter der Atomkonzerne gemacht. Die Verlängerung der Laufzeiten sei der Goldesel, um noch mehr Gewinne zu machen. Mit einer vernünftigen, innovativen und umweltverträglichen Energiepolitik habe das nichts zu tun. Die Energieeinsparung werde erschwert, weil die großen AKW nur dem Ziel folgten, ihre hohen Erzeugungskapazitäten möglichst auszulasten.

    Seit dem Regierungswechsel würden atomkritische Positionen kalt gestellt: Zuerst die Besetzung der Stelle des BMU-Abteilungsleiters für Reaktorsicherheit, mit einem Atomlobbyisten, danach die Aufhebung des Gorleben-Moratoriums und die Kaltstellung des Bundesamtes für Strahlenschutz.

    Kontakt:
    DNR-Generalsekretär Dr. Helmut Röscheisen
    Tel.:0228/359005, mobil: 0160 97 209 108

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