BMZ: Katastrophenvorsorge in Zeiten des Klimawandels

Deutschland setzt ein deutliches Zeichen für die hohe Bedeutung der Katastrophenvorsorge in Zeiten des Klimawandels und zahlt sechs Millionen Euro in einen Weltbank-Fonds ein, der Entwicklungsländer im Kampf gegen Naturkatastrophen unterstützt. Mit dem deutschen Beitrag für den Fonds zählt Deutschland mit Schweden, Dänemark und Großbritannien zu den größten bilateralen Gebern des Fonds.

Katastrophenvorsorge in Entwicklungsländern ist ein wichtiger Beitrag zur Anpassung an den Klimawandel, denn durch die Erderwärmung werden tropische Stürme und andere wetterbedingte Extremereignisse wie Starkniederschläge und Erdrutsche weiter zunehmen. Leidtragende sind vor allem die Entwicklungsländer, deren Entwicklungsfortschritte durch Naturkatastrophen oftmals um Jahre zurückgeworfen werden. Dass sich Katastrophenvorsorge lohnt, zeigt eine Berechnung der Weltbank: 1 US-Dollar für vorbeugende Maßnahmen erspart demnach 7 US-Dollar in der Nachsorge von Katastrophen.

*Die Entwicklungsländer werden am meisten unter den Folgen des Klimawandels leiden * ohne dafür gut gewappnet zu sein. Wir werden sie darin unterstützen, sich auf extreme Naturereignisse vorzubereiten,* erklärt Bundesentwicklungsminister Dirk Niebel.

Im Jahr 2009 hat das Bundesentwicklungsministerium ca. 130 Millionen Euro für Not- und Übergangshilfe zugesagt, um in Krisenregionen und in von Naturkatastrophen betroffenen Ländern Wiederaufbau zu leisten und die Bedingungen für eine nachhaltige Entwicklung sicher zu stellen. Das Bundesentwicklungsministerium fördert damit seit den 90er Jahren zum Beispiel den Aufbau von staatlichen und gesellschaftlichen Strukturen zur Katastrophenvorsorge unter anderem in Zentralamerika, Mosambik und Südostasien.

Pressemitteilung unter: http://www.bmz.de/de/presse/pm/2009/dezember/pm_20091210_112.html