FONA | Joint Call: Erhaltung und Wiederherstellung geschädigter Ökosysteme

Neue Bekanntmachung von BiodivERsA und Water JPI zur Förderung der Forschung für die Erhaltung und Wiederherstellung geschädigter Ökosysteme und ihrer biologischen Vielfalt

Am 5. Oktober 2020 veröffentlichten das europäische Partnerschafts-Netzwerk BiodivERsA und die Programmplanungsinitiative Water JPI eine internationale Förderbekanntmachung zum Thema „Erhaltung und Wiederherstellung geschädigter Ökosysteme und ihrer biologischen Vielfalt, einschließlich aquatischer Systeme“. Mit der Bekanntmachung sollen transnationale, interdisziplinäre und anwendungsorientierte Forschungsprojekte gefördert werden.

Die Förderbekanntmachung beinhaltet folgende drei Unterthemen:

  1. Untersuchung der biologischen und biophysikalischen Prozesse, die bei der Erhaltung/ Wiederherstellung geschädigter Ökosysteme betroffen sind, sowie ihrer Wechselwirkungen
  2. Bewertung von trade-offs und Synergien zwischen Zielen, Nutzen und Strategien für die Erhaltung und Wiederherstellung geschädigter Ökosysteme
  3. Kenntnisse zur Verbesserung der Wirksamkeit und Hochskalierung von Schutz- und Wiederherstellungsmaßnahmen.

Die gemeinsame Bekanntmachung beinhaltet einen Schwerpunkt auf Süßwasserökosysteme. Grundsätzlich sind jedoch Anträge zu allen Ökosystemen (terrestrisch, limnisch und/oder marin) förderfähig.

Projektvorschläge müssen in englischer Sprache über ein elektronisches Antragsportal (Electronic Proposal Submission System, EPSS) eingereicht werden. Es wird ein zweistufiges Antragsverfahren angewandt. Die Frist für die Einreichung von Voranträgen (Pre-proposals) endet am 7. Dezember 2020. Vollanträge (Full proposals) müssen bis zum 15. März 2021 bzw. 3. Mai 2021 – abhängig von der Gesamtzahl eingereichter Voranträge – vorgelegt werden. Die endgültige Frist für die Einreichung der Vollanträge wird Ende Dezember 2020 bekannt gegeben. Hinweise zu den Einreichungs-, Zulassungs- und Bewertungskriterien und andere relevante Informationen können auf den Webseiten von BiodivERsA (http://www.biodiversa.org/1587) bzw. Water JPI (http://www.waterjpi.eu/joint-calls/joint-call-2020-biodivrestore) abgerufen werden.

Für die Bekanntmachung haben sich 31 Förderorganisationen aus 27 Ländern zusammengeschlossen. Unter diesen befinden sich 23 Mitglieder aus dem Netzwerk BiodivERsA, 12 aus Water JPI sowie sechs weitere nationale/regionale Förderorganisationen, die die Forschungsprojekte gemeinsam fördern werden. Von deutscher Seite beteiligen sich das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) sowie die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG). Das BMBF wird die Projekte mit 2 Mio. Euro fördern. Über das ERA-Net Cofund BiodivRestore wird auch die Europäische Kommission die Projektförderung kofinanzieren. Die vollständige Liste der beteiligten Förderorganisationen kann auf den Call-Webseiten eingesehen werden.

BiodivERsA

Die Partnerschaft BiodivERsA ist ein Netzwerk nationaler Förderorganisationen in der Biodiversitätsforschung. BiodivERsA wurde 2005 als ERA-Net (European Research Area Network) im 6. Forschungsrahmenprogramm der EU initiiert und durch weitere ERA-Nets fortgeführt. Im Jahr 2018 wurde die Partnerschaft BiodivERsA als übergreifende Dachstruktur gegründet, unter der zurzeit vier ERA-Nets Cofund – BiodivERsA3 (2015), BiodivScen (2017), BiodivClim (2019), BiodivRestore (2020) – parallel verwaltet werden. Die Anzahl der Partner steigt stetig und beträgt aktuell 39 Institutionen aus 25 Ländern und sechs Überseeterritorien. Das Sekretariat befindet sich in Paris bei der „Fondation pour la Recherche sur la Biodiversité“ (FRB). 2016 wurde eine gemeinsame Strategische Forschungs- und Innovationsagenda verabschiedet, deren Umsetzung in regelmäßig aktualisierten Implementierungsplänen konkretisiert wird. Die thematischen Schwerpunkte in BiodivERsA werden durch die Förderorganisationen sowie von Expertinnen und Experten erarbeitet. Die aktuelle Bekanntmachung ist der zehnte pan-europäische bzw. internationale Call.

Weitere Informationen

Quelle: Bundesministerium für Bildung und Forschung, Unterabteilung Nachhaltigkeit; Zukunftsvorsorge, 06.10.2020