GIZ | Ghana: Neue Jobs und bessere Löhne durch faire Kleidung

Die Textilbranche gewinnt für Ghana immer weiter an Bedeutung. Mit Unterstützung internationaler Unternehmen steigern die Betriebe ihre Produktion. Und fördern gleichzeitig soziale Arbeitsbedingungen.

Die Textilindustrie ist für Ghana ein Wirtschaftszweig mit großem Wachstumspotenzial. Der Export soll angekurbelt und die Betriebe effizienter werden. Gleichzeitig will die Regierung neue Arbeitsplätze schaffen und geschäftstaugliche Sozialstandards umsetzen. Damit will das westafrikanische Land Lehren aus den Entwicklungen der asiatischen Textilbranche ziehen.Seit Januar 2019 unterstützt ein Projekt die wachsende Textilbranche Ghanas dabei, Geschäftsmodelle sozial und wirtschaftlich zu gestalten. Bis 2021 sollen so 1.200 neue Jobs entstehen. Dafür kooperiert die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH mit internationalen Textilunternehmen. Das Projekt ist Teil des develoPPP.de-Programms des Bundesentwicklungsministeriums, das unternehmerische Initiativen mit entwicklungspolitischem Nutzen fördert.Ein Ziel ist, ghanaische Textilfabriken fit für die Exportproduktion zu machen. Dafür unterstützt die GIZ den Aufbau eines neuen Schulungs- und Entwicklungsbereichs zur industriellen Textilfertigung in einer der größten Berufsschulen von Accra. Durch die bessere Qualifizierung sollen die Facharbeiter*innen bis zu 20 Prozent mehr Lohn erhalten.Um neue Sozialstandards zu schaffen und vorhandene zu heben, bringt das Bundesunternehmen zudem Arbeitgeber und Arbeitnehmer zusammen. Gemischte Teams aus Management und Belegschaft stärken die Teilhabe bei betrieblichen Entscheidungsprozessen. So lassen sich Arbeitsbedingungen weiter verbessern. Bis 2022 sollen knapp 2.100 Beschäftigte von den neuen, verbesserten Arbeitsbedingungen des ghanaischen Textilmarkts profitieren.

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Quelle: Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit, 19.02.2020