General Anzeiger: Neues Pfandsystem soll Einwegbecher in Bonn verbannen

Rund 40.000 Pappbecher fallen in Bonn täglich an. Im besten Fall füllen diese in der Stadt aufgestellte Mülltonnen, im schlechtesten landen sie irgendwo auf Straßen, Plätzen oder in Grünflächen. Das soll sich ändern.

Morgens fehlt die Zeit fürs Frühstück zu Hause, auf dem Weg zum nächsten Termin sorgt ein Koffeinstoß für höhere Konzentration. Der „Coffee-to-go“ hat längst einen festen Platz im alltäglichen Leben. Die Folgen sind jedoch unübersehbar. Rund 40.000 Pappbecher fallen in Bonn täglich an. Im besten Fall füllen diese in der Stadt aufgestellte Mülltonnen, im schlechtesten landen sie irgendwo auf Straßen, Plätzen oder in Grünflächen. Das soll sich ändern.

Mit einem speziellen Konzept wollen CDU, Grüne und FDP dafür sorgen, dass Einwegbecher nach und nach verschwinden. Um das zu erreichen schlägt die Koalition ein Mehrwegsystem vor, bei dem Passanten sich heiße Getränke in eine eigene Tasse und Leitungswasser kostenfrei in eine eigene Mehrwegflaschen füllen lassen können. Betriebe, die sich dem widersetzen, sollen ein gewerbliches Pfandsystem anbieten.

An den Start bringen und etablieren will die Politik das System schon bald unter dem Titel „Bonn Refill“. Mit der „Bring.mich.zurück“-Kampagne der Stadtwerke Bonn und dem „LogiCup“ des Studierendenwerks der Uni gibt es in der Stadt schon entsprechende Vorstöße. Das nun für Bonn geforderte Projekt soll federführend beim kommunalen Abfallentsorger Bonorange angesiedelt und finanziert werden. Einen entsprechenden Beschluss fasste jüngst der städtische Hauptausschuss.

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Autorin: Gabriele Immenkeppel, 23.07.2018