Uni Bonn: Erfolgreiche Internationalisierungsstrategie

Die Universität Bonn ist gut vorbereitet auf die Herausforderungen der globalisierten Welt. Das hat ein Audit der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) ergeben, das die Hochschule kürzlich erfolgreich durchlaufen hat. Nun bekam die Universität Bonn das Teilnahmesiegel offiziell verliehen. Es bescheinigt einerseits die Güte der bisherigen Aktivitäten der Universität und gibt andererseits konkrete Handlungsempfehlungen für die weitere Umsetzung ihrer Internationalisierungsstrategie.

Die Globalisierung stellt Hochschulen heute vor neue Herausforderungen. Es sollen die besten Köpfe als Studierende, Lehrende und Forschende gewonnen werden. Universitäten müssen ihre Studierenden auf eine immer stärker international vernetzte Arbeitswelt vorbereiten. Und auch die Wissenschaft, die schon immer international war, setzt heute mehr denn je auf internationale Netzwerke. Die Universität Bonn geht diese Aufgaben systematisch an, indem sie sich eine Internationalisierungsstrategie gegeben hat und diese Schritt für Schritt umsetzt.

Im Rahmen des HRK-Audits „Internationalisierung der Hochschulen“ nahm eine international besetzte Gutachterkommission die Internationalisierungsaktivitäten der Universität Bonn genau unter die Lupe. Auf Seiten der Universität begleitete eine Projektgruppe aus Verwaltung und Wissenschaft unter der Leitung des Prorektors für Internationales, Prof. Dr. Stephan Conermann, das Audit. Das Dezernat für Internationales übernahm die Koordination des Verfahrens. In einem ersten Schritt erstellte die Projektgruppe einen umfangreichen Selbstbericht der Universität Bonn. Es folgten Interviews mit über 40 Personen aus verschiedenen Bereichen der Hochschule. Aus diesen so gesammelten Informationen destillierten die Experten Empfehlungen für die zukünftige Internationalisierung der Universität Bonn.

In ihrem Bericht attestiert das Beraterteam der HRK der Universität Bonn sehr gute Voraussetzungen für die weitere Internationalisierung. Die Universität Bonn habe mit ihren sechs Profilbereichen und dem Prinzip „Qualität vor Quantität“ die Weichen bereits richtig gestellt. Für die Internationalisierung vorteilhafte Strukturen und Angebote seien bereits vorhanden. Für eine internationale Sichtbarkeit sorgten insbesondere herausragende Forschungsbereiche, die hohe Anzahl von Förderungen durch den Europäischen Forschungsrat (ERC) und die zahlreichen AvH-Stipendien, aber auch die internationalen Studiengänge und das gute Abschneiden in den wichtigsten internationalen Hochschulrankings.

Standortvorteil Bonn

Die Gutachter betonten auch, dass der Standort Bonn die Internationalisierungsbestrebungen der Universität Bonn fördert. In Bonn und Umgebung finden sich zahlreiche Wissenschaftsinstitutionen, Wissenschaftsförderorganisationen und weitere internationale und UN-Einrichtungen – praktisch alle stehen mit der Universität in enger Verbindung.

Der Rektor der Universität Bonn, Prof. Dr. Dr. h.c. Michael Hoch, betont: „Internationalisierung verstehen wir als Querschnittsaufgabe, an der alle Bereiche und Angehörigen der Universität gemeinsam arbeiten und teilhaben.“ Dies bestätigten auch die HRK-Gutachter. Während des Audit-Besuchs sei deutlich geworden, dass die internationale Ausrichtung der Universität von allen wichtigen Akteuren mitgetragen und der Sinn der Internationalisierung als Ansporn für Qualität in der Wissenschaft hochschulweit erkannt werde. Lobend erwähnt wurde die im vergangenen Jahr verabschiedete Internationalisierungsstrategie 2020. Prof. Hoch sagt: „In dieser Strategie haben wir festgelegt, wie wir hochschulweit die strukturellen Rahmenbedingungen stärken, unseren Standortvorteil nutzen und Internationalisierung in Forschung, Studium und Lehre verankern wollen.“

Quelle: Pressemitteilung Universität Bonn, 18.12.2017