Bonner General-Anzeiger: Clean and quiet travel in Bonn

Sie sind seit Anfang des Jahres auf den Straßen unterwegs, sind mit der Skyline Bonns und Slogans bedruckt – und kaum zu hören. Seit 2012 setzen sich die Stadtwerke Bonn (SWB) mit der alternativen Antriebsart auseinander. Testweise kam im Juli 2013 der erste Probebus mit Batterie auf dem Dach zum Einsatz. Doch was meinen die Fahrgäste dazu? Der GA fragte nach.

Die sechs Busse des deutschen Herstellers Sileo werden über das europäische Projekt „ZeEUS“ finanziert, das auch den Ausbau der Elektromobilität im Pariser und Londoner Nahverkehr unterstützt. Damit ist die SWB-Flotte eine der größten in Deutschland. SWB-Specherin Veronika John teilt mit, dass bis 2030 alle Fahrzeuge – außer dem Flughafenbus – ausgetauscht werden könnten, wenn sich die neue Technik bewährt.

„Ich wünsche es mir. Man muss ja auch an die weiteren Generationen denken“, meint Julia Huske, die täglich Bus und Bahn nutzt und am liebsten selbst ein Elektroauto fahren würde. Werner Reh vom Bund für Umwelt- und Naturschutz Deutschland fordert gar: „Elektromobilität sollte Pflicht sein für den ÖPNV.“ Mit einer Reichweite von bislang gut 200 Kilometern kommt der E-Bus an den Dieselkollegen längst nicht ran. Doch es reicht für die Anforderungen des städtischen Betriebs, so die SWB.

Bis 2017 soll die Jahresleistung der E-Busse in Bonn ausgewertet werden, um entscheiden zu können, ob das Projekts fortgesetzt wird. Die neue Technik wird noch nicht in Serie produziert, was die Anschaffung teuer macht. „Die jetzt in einigen Städten stattfindenden Erstbetriebe werden dazu beitragen, dass zukünftig E-Busse preiswerter werden“, sagt Stephan Anemüller, Sprecher der Kölner Verkehrsbetriebe (KVB).

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Autorin: Clara Geilen, 02.08.2016