Umweltbundesamt: Bonn gewinnt im Wettbewerb „Blauer Kompass“

Ob Starkregen oder Hitzeperioden – Wie die Risiken von Extremwetterereignissen gemindert werden können, zeigen die Siegerprojekte im Wettbewerb „Blauer Kompass“ des Umweltbundesamtes (UBA). Zu den vier Gewinnern zählt das Projekt „Natur in graue Zonen“ des Wissenschaftsladen Bonn e.V. Es bindet kleine Unternehmen in innenstadtnaher Nachbarschaft ein, um versiegelte Flächen in der Stadt ohne Funktionseinbußen aufzubrechen und zu begrünen.

Unter dem Motto „Blauer Kompass – Anpassungspioniere gesucht“ zeichnete das Umweltbundesamt jetzt die vier besten lokalen und regionalen Lösungen aus, mit denen klimawandelbedingte Risiken verringert und Chancen des Klimawandels genutzt werden können. Das Projekt „Natur in graue Zonen“ setzte sich gegen 51 Mitbewerber durch. Die Jury des UBA begründete ihre Entscheidung damit, dass das Projekt „Natur in graue Zonen“ sich durch seinen klaren Fokus auf die lokale Umsetzung kleiner und praktikabler Maßnahmen auszeichne. Das Ziel, lokale Akteure in die Anpassung an den Klimawandel einzubeziehen, sei in diesem Projekt besonders vorbildlich umgesetzt. Hervorzuheben sei dabei insbesondere die konsequente Mitnahme von lokalen Unternehmen, wodurch sich für das Projekt die hervorragende Perspektive einer dauerhaften und nachhaltigen Verstetigung ergäbe.

Weitere Sieger im Wettbewerb „Blauer Kompass“ waren die Projekte „Future Cities – Grün-blauer Klimakorridor Kamen“, „KiezKlima“ aus Berlin und „Klaro: Klimarobust Planen und Bauen“ aus der Region Frankfurt-Rhein-Main. Maria Krautzberger, Präsidentin des UBA: „Die Gewinner des Wettbewerbs haben eindrucksvoll gezeigt, welche Möglichkeiten bestehen, sich an die Folgen des Klimawandels anzupassen. Alle vier Projekte haben vor allem auch die wichtigen gesellschaftlichen Akteure eingebunden.“ Der Klimawandel wirkt sich auf viele Bereiche des Lebens aus, wie beispielsweise die Gesundheitsvorsorge, die Landwirtschaft oder die Energieversorgung. Die Beteiligung aller gesellschaftlich relevanten Gruppen ist daher unerlässlich. Die gewählten Beteiligungsprozesse und die getroffenen Vorsorgemaßnahmen bewertete die Jury des „Blauen Kompass“ bei allen vier Gewinnerprojekten als besonders auszeichnungswürdig.

Weitere Informationen über das Projekt „Natur in graue Zonen“

Quelle: Pressemitteilung Umweltbundesamt, 22.06.2016