Generalanzeiger: "Unser System ist überlastet"

BONN. GIZ-Chefin Tanja Gönner über die Herausforderung durch die Krisen und die Zukunft der Entwicklungsorganisation

Ebola-Epidemie, Flüchtlingskrise, Afghanistan – die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) ist vielfach betroffen und gefordert. Mit GIZ-Chefin Tanja Gönner sprachen Andreas Baumann und Lutz Warkalla. Frau Gönner, die Ebola-Epidemie hält die Welt in Atem. Dass sie zur Katastrophe werden konnte, hängt auch mit dem unterentwickelten Gesundheitssystem in den betroffenen Ländern zusammen.

Hätte die Entwicklungszusammenarbeit im Vorfeld mehr tun müssen?

Tanja Gönner: Natürlich stellt man sich bei solchen Krisenfällen immer diese Frage. Aber richtig ist auch, dass nicht alle Geber in jedem Land alles machen. Die GIZ ist vor allem in den drei betroffenen Ländern in anderen Schwerpunkten aktiv, zum Beispiel Bildung und nachhaltiges Wirtschaften. Natürlich ist die GIZ in der Lage, ein Gesundheitssystem zu beraten und zu unterstützen. Aber letztendlich muss das die Bundesregierung in Abstimmung mit den anderen Gebern entscheiden.

Weiterlesen

Artikel vom 03.11.2014

Von Andreas Baumann und Lutz Warkalla