Rhein-Sieg-Kreis/Stadt Bonn: Ökoprofit – Unternehmen stellten ihre besten Maßnahmen im betrieblichen Umweltmanagement vor

Nachhaltigkeit und Klimaschutz sind für Unternehmen aus Bonn und dem Rhein-Sieg-Kreis ein wichtiges Thema. Im Rahmen des Projekts Ökoprofit (ÖKOlogisches PROjekt Für Integrierte UmweltTechnik) unterstützen das Amt für Umwelt, Verbraucherschutz und Lokale Agenda der Stadt Bonn und das Amt für Technischen Umweltschutz des Rhein-Sieg-Kreises lokale Betriebe dabei, Einsparpotenziale und ein spezifisch zugeschnittenes Umweltmanagement zu entwickeln. Zurzeit läuft die vierte Runde von Ökoprofit, erstmals als Kooperation zwischen dem Rhein-Sieg-Kreis und der Stadt Bonn mit 15 Teilnehmern.

Im Rahmen des vorletzten gemeinsamen Workshops stellten die teilnehmenden Unternehmen jeweils ihre beste Ökoprofit-Maßnahme untereinander vor und wählten im Anschluss die aus ihrer Sicht beste Maßnahme aller Unternehmen. Hier wurde die ASCEM GmbH für die Einsparung von fast 1.000 Tonnen CO2 (Verzicht auf die Nutzung eines Dienst-PKW mit 50.000 Kilometern pro Jahr Fahrleistung durch Anschaffung einer Bahncard100) mit dem ersten Platz ausgezeichnet, gefolgt von der Dinova GmbH, die zukünftig durch den Einsatz von sogenannten „BigBags“ mehr als 6.000 Kilogramm Papier pro Jahr einspart, und dem Saunapark Siebengebirge, der die Auszeichnung für die Reduzierung seines Wasserverbrauchs um 1.100 Kubikmeter durch die Nutzung von Wasser aus dem Tauchbecken für die WC-Spülung erhielt. Durch alle Maßnahmen, die nun als Ergebnis der noch laufenden Ökoprofitrunde eingeführt wurden, ließe sich insgesamt der Stromverbrauch von 30 Vierpersonen-Haushalten für ein Jahr decken. Die CO2-Einsparungen liegen mit 67 Tonnen in einem Bereich, für dessen Kompensation 68.000 Quadratmetern Wald benötigt würden.

Die 15 Unternehmen haben sich in den vergangenen Monaten in gemeinsamen Workshops mit Umweltberaterinnen und -beratern der beauftragten Firma Arqum (Gesellschaft für Arbeitssicherheits-, Qualitäts- u. Umweltmanagement mbH) allen für sie relevanten Umweltthemen im Bereich Energie, Abfall, Wasser, Abwasser und Lärm gewidmet. Besuche der Firma Arqum in den Unternehmen dienten dazu, betriebsspezifische Möglichkeiten der Umweltentlastung und Kostensenkung aufzuzeigen. In den kommenden Monaten wird die Beratung in den Betrieben fortgesetzt, um sie auf die anschließende Überprüfung der Ökoprofit-Maßnahmen und die Zertifizierung als ‚Ökoprofit-Betrieb‘ vorzubereiten. Jeder Betrieb, der erfolgreich an Ökoprofit teilgenommen hat, erhält im Rahmen der Abschlussveranstaltung am 3. September 2014 für ein Jahr die Auszeichnung als „Ökoprofit-Betrieb“ Bonn/Rhein-Sieg.

Weitere Informationen erhalten Interessierte auf der Internetseite des Rhein-Sieg-Kreises unter www.rhein-sieg-kreis.de/oekoprofit oder im Amt für technischen Umweltschutz des Rhein-Sieg-Kreises unter den Telefonnummern 02241/132214 oder 02241/132757, ebenso auf der Internetseite der Stadt Bonn unter www.bonn.de/@oekoprofit oder direkt beim Amt für Umwelt, Verbraucherschutz und Lokale Agenda der Stadt Bonn, Claudia Walter, Telefon 0228 – 77 54 67, Mail: claudia.walter@bonn.de.

Teilnehmende Unternehmen Projekt Ökoprofit:
AbfallLogistik Rhein-Sieg GmbH
AOK Systems GmbH
Arndt Schäfer Chemie und Umwelt GmbH (ACEM GmbH)
Carl Knauber Holding GmbH & Co. KG
CFP Brands Süßwarenhandels GmbH & Co. KG
Dinova GmbH & Co. KG
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt, Projektträger und
Raumfahrtmanagement
DLS Vollkorn- Mühlenbäckerei GmbH
DSG-Canusa GmbH
Lebensgemeinschaft Eichhof gGmbH
Rhein-Sieg-Abfallwirtschaftsgesellschaft mbH
Rungis express AG
Saunapark Siebengebirge
Senioren-Wohnstift Beethoven Betriebs GmbH
Wissenschaftsladen Bonn e.V.

Hintergrund Ökoprofit:

Träger des Projektes sind die Stadt Bonn und der Rhein-Sieg-Kreis. Das Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes NRW fördert Ökoprofit mit 20 000 Euro, der Eigenanteil der Stadt Bonn und des Kreises beträgt je 8.000 Euro. Die teilnehmenden Unternehmen bringen abhängig von der Anzahl ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter anteilig die verbleibenden Kosten auf.

Quelle: Pressemitteilung der Stadt Bonn vom 16.04.2014