UNEP/CMS: UN-backed Agreement on Raptors Celebrates its 5th Anniversary

Rettung des Schmutzgeiers: UN-Greifvogelabkommen feiert 5. Geburtstag

Vor fünf Jahren wurde das Übereinkommen zur Erhaltung wandernder Greifvögel in Afrika und Eurasien in Abu Dhabi geschlossen. Es ist Teil des Übereinkommens zur Erhaltung wandernder wild lebender Tierarten (UNEP/CMS, Bonner Konvention), das vom UN-Umweltprogramm verwaltet wird. Ziel ist es, den Rückgang der weltweit bedrohten Greifvögelpopulationen zu stoppen und den Populationstrend umzukehren.

Bradnee Chambers, Exekutivsekretär der Bonner Konvention, erklärte: “Dank der Unterstützung der Vereinigten Arabischen Emirate und anderer Geberländer spielt das Greifvogelabkommen eine Schlüsselrolle beim weltweiten Schutz dieser Vögel. Wir halten noch mehr Länder dazu an, dem Abkommen beizutreten, um internationale Schutzmaßnahmen besser zur koordinieren.“

Am fünften Jahrestag seiner Gründung kann das Greifvogelabkommen wichtige Erfolge vorweisen. Die Anzahl der Unterzeichnerstaaten ist seit 2008 um 60 % gestiegen. 76 Arten in einem 132 Länder umfassenden Verbreitungsgebiet stehen unter Schutz. Die Europäische Union sowie 44 Länder in Afrika, Asien und Europa sind dem Abkommen beigetreten. Als Vertragsstaat der Bonner Konvention engagiert sich Deutschland auch für den Schutz wandernder Greifvögel.

Im Juli 2012 wurden Richtlinien zur Entwicklung nationaler oder regionaler Strategien zum Schutz und Management von Greifvögeln erstellt. Sie dienen den Ländern dazu, eigene Strategien als Teil des Aktionsplans des Greifvogelabkommens zu entwickeln.

Bei ihrer ersten Konferenz im Dezember 2012 einigten sich die Regierungen auf vorrangige Aufgaben zur Umsetzung des Greifvogelabkommens geeinigt. Sie brachten mehrere Vorzeigeprojekte auf den Weg, um den Rückgang der weltweit bedrohten wandernden Greifvögel zu stoppen.

Sakerfalke – Die Saker Falcon Task Force wurde im März 2012 gegründet. Sie soll einen international koordinierten weltweiten Aktionsplan entwickeln, um den bedrohten Sakerfalken besser zu schützen. Regierungsvertreter, Artenschützer und Falkner kamen im September zusammen, um einen umfassenden Plan für die Bestandserholung der bedrohten Art zu erstellen.

Schieferfalke – Zu Jahresbeginn begannen Wissenschaftler mit der Entwicklung eines Aktionsplans, um diese Art vor dem baldigen Aussterben zu retten.

Schmutzgeier – Tödliche Stromschläge durch Überlandleitungen und Vergiftung gefährden diese Geierart. Ornithologen aus Nordostafrika wurden daher ausgebildet, Daten über den Schmutzgeier und dessen Lebensraum mit seinen Ökosystemen zu erheben.

Das Greifvogelabkommen strebt künftig eine noch engere Zusammenarbeit mit den Unterzeichnerstaaten, anderen Ländern und Partnern an, um wandernde Greifvögel in der Afrikanisch-Euraischen Region zu erhalten.

www.cms.int/species/raptors

 

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